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Irans Außenminister: Tötung von Soleimani "extrem gefährliche" Eskalation

Der iranische Außenminister Mohammad Dschawad Sarif hat den tödlichen US-Raketenangriff auf den iranischen General Kassem Soleimani als "extrem gefährliche" und "dumme Eskalation" bezeichnet.

Der getötete iranische General Kassem Soleimani

Der getötete iranische General Kassem Soleimani

Der iranische Außenminister Mohammad Dschawad Sarif hat den tödlichen US-Raketenangriff auf den iranischen General Kassem Soleimani als "extrem gefährliche" und "dumme Eskalation" bezeichnet. Sarif verurteilte die Tötung des Generals in einer am Freitag im Internetdienst Twitter veröffentlichten Botschaft auch als "Akt des internationalen Terrorismus".

US-Präsident Donald Trump hatte nach Angaben des Pentagon den Raketenangriff in Bagdad auf Soleimani befohlen, der Kommandant der für Auslandseinsätze zuständigen Al-Kuds-Brigaden war. Das US-Verteidigungsministerium nannte die Tötung des iranischen Generals eine "defensive" Maßnahme zum Schutz von Diplomaten und Soldaten der USA im Ausland. Soleimani habe "aktiv" Pläne für Angriffe auf US-Personal vorangetrieben.

Der Angriff erfolgte drei Tage nach Erstürmung des US-Botschaftsgeländes in Bagdad durch tausende pro-iranische Demonstranten. Die US-Raketen schlugen nach Angaben aus irakischen Sicherheitskreisen nahe des Flughafens in einen Fahrzeugkonvoi der pro-iranischen Hasched-al-Schaabi-Milizen ein.

Unter den Toten war auch der Vizechef der Hasched-al-Schaabi-Milizen, Abu Mahdi al-Muhandis, wie die Milizen selber mitteilten. Al-Muhandis war am Mittwoch von US-Außenminister Mike Pompeo beschuldigt worden, einer der Verantwortlichen für den Sturm auf die US-Botschaft zu sein.

AFP

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