HOME

Iren stimmen klar für das Recht auf Abtreibung

Irland feiert eine "stille Revolution": Die Wähler des bisher erzkatholischen Landes stimmten bei einem Referendum mit großer Mehrheit für ein Ende des strengen Abtreibungsverbots.

Abtreibungsbefürworterinnen jubeln über das Ergebnis

Abtreibungsbefürworterinnen jubeln über das Ergebnis

feiert eine "stille Revolution": Die Wähler des bisher erzkatholischen Landes stimmten bei einem Referendum mit großer Mehrheit für ein Ende des strengen Abtreibungsverbots. Laut am Samstagnachmittag nach Auszählung von 30 der 40 Wahlkreise veröffentlichten Zahlen stimmten 68 Prozent der Iren für eine Lockerung der Abtreibungsgesetze, die Beteiligung lag bei 65 Prozent. In Dublin jubelten Anhänger des Rechtes auf Schwangerschaftsabbruch.

"Was wir heute erleben, ist der Höhepunkt einer stillen Revolution, die Irland in den vergangenen zehn bis 20 Jahren durchgemacht hat", sagte Premierminister , der die Legalisierungsbefürworter unterstützt hatte, dem Sender RTE. "Die Leute haben gesagt, dass wir eine moderne Verfassung für ein modernes Land wollen und dass wir Frauen zutrauen, dass sie die richtige Entscheidung über ihre eigene Gesundheit treffen."

Varadkar kündigte an, ein neues Abtreibungsgesetz solle bis Ende des Jahres verabschiedet werden. Gesundheitsminister Simon Harris sagte der Nachrichtenagentur AFP, das Regierungskabinett werde bereits am Dienstag über das Thema beraten. Vorgesehen ist, Schangerschaftsabbrüche in den ersten zwölf Schwangerschaftswochen straffrei zu stellen. Bei bestimmten Indikationen soll eine bis zur 24. Woche erlaubt sein.

Irland hatte bislang eines der strengsten Abtreibungsgesetze in Europa. Laut dem achten Zusatzartikel zur Verfassung waren Schwangerschaftsabbrüche selbst bei Vergewaltigung, Inzest oder einer tödlichen Fehlbildung des Fötus verboten. Bei einer Abtreibung drohen Frauen bislang bis zu 14 Jahre Haft.

Seit 2013 sind Abtreibungen in seltenen Fällen in Irland nur dann erlaubt, wenn das Leben der Mutter in Gefahr ist. Das führte dazu, dass jedes Jahr tausende Irinnen für Abtreibungen ins benachbarte Großbritannien reisten oder sich im Internet die "Pille danach" besorgten.

Das Ergebnis des bedeutet einen weiteren schweren Schlag für die katholische Kirche in Irland. Mehrere Skandale um Kindesmissbrauch hatten den Einfluss der in Irland einst übermächtigen Institution zuletzt schwinden lassen. Vor drei Jahren hatten die Iren mit 62 Prozent für die Einführung der Homo-Ehe gestimmt. Premierminister Varadkar ist der erste offen homosexuelle Regierungschef des Landes.

Befürworter des Rechtes auf Abtreibung brachen in Jubel aus, als in den Auszählungszentren in der Hauptstadt Dublin die Zwischenergebnisse des Referendums verkündet wurden. Die 71-jährige Ailbhe Smyth von der Bewegung "Zusammen für ein Ja" sagte, die Volksabstimmung sei "ein großer Sieg" und das Zeichen für einen tiefgreifenden gesellschaftlichen Wandel, der noch vor wenigen Jahren undenkbar gewesen wäre: "Wir haben endgültig mit der Vergangenheit gebrochen, was für viele Frauen wirklich schwer war."

Laut einer Nachwahlbefragung für die "Irish Times" stimmten 70 Prozent der Frauen und 65 Prozent der Männer in Irland für das Ende des Abtreibungsverbots. Auffällig war die Kluft zwischen den Altersgruppen: Während 60 Prozent der über 65-Jährigen gegen die Legalisierung von Schwangerschaftsabbrüchen war, lag bei den jungen Wählern die Zustimmung bei 87 Prozent.

In den Straßen von Dublin zeigten sich Passanten froh über das Ergebnis: "Wir haben uns selbst aus den finsteren Zeiten befreit. Wir sind kein rückwärtsgewandtes Land mehr, wie die Kirche das wollte", sagte die 53-jährige Blumenverkäuferin Catherine Claffey am Samstag. Der 62-jährige John Kelly erklärte: "Ich bin wirklich sehr stolz. Das zeigt, wie fortschrittlich wir sind."

AFP

Das könnte sie auch interessieren

Dachüberstand beim Gerätehaus und Mindestabstand Grenze zum Nachbarn
Ich wohne in Baden-Württemberg und plane auf meinem Grundstück einen alten Schuppen durch ein neues Gerätehaus (kein Aufenthaltsraum, keine Feuerstätte im Gebäude!) mit den Grundmaßen 3,50 m x 2,50 m und Firsthöhe von 2,21 m zu ersetzen. Da die neue Anlage etwa 60 cm in einer Geländestufe aufgestellt wird, ist die Wand gegenüber dem Nachbarn tatsächlich nur ca. 1,6 m gegenüber der OK des Gartens hoch. Es soll eine verfahrensfreie Umsetzung in einer Grenzbebauung durchgeführt werden. Auf dem Nachbargrundstück ist eine ca. 3m hohe Thuja Hecke, die geringfügig über die Grenze herüber ragt. Nun hat das geplante Gerätehaus einen umlaufenden Dachüberstand von ca. 20 cm, sodaß die Außenmasse des Fundaments etwa 20 cm von der Grundstücksgrenze entfernt ist. Damit ist sichergestellt, dass der Dachüberstand nicht mit dem Nachbargruzdstück überlappt. Wie sieht es nun entsprechend der LBO Baden-Würtenberg mit der Regelung zum Mindestabstand gegenüber der Grenze des Nachbarn aus? Ich sehe 3 Möglichkeiten: a) es gilt als Grenzbebauung. Die überhängende Thuja-Hecke stört mich nicht. b) es müssen 50 cm Mindestabstand eingehalten werden. c) der Überstand am Gerätehaus an der Grenze zum Nachbarn muss entfernt werden, damit der Aufbau als Grenzbebauung anerkannt wird. PS: Zusammen mit der Länge der Garage des Nachbarn wird eine Grenzbebauung von 9m nicht überschritten. Mit der Bitte um eine Rückmeldung, sodaß ich meinen Plan vernünftig abschließen kann. mfg
Buchtitel gesucht. Die Rückkehr ...
Der Titel des zweiten Bandes lautet "Die Rückkehr des <xyz>" Autor ist ein irischer Schriftsteller. Es geht um einen Mönch mit einem Sprachfehler. Als das Kloster von Dämonen angegriffen wird, kann er die Abwehr-Gebete, wegen seines Sprachfehlers, nicht so deutlich sprechen, wie seine Mönchsbrüder und der Geist einer Hexe geht deshalb auf ihn über. Seine Mönchsbrüder wollen ihn, um zumindest seine Seele zu retten, nun auf dem Scheiterhaufen verbrennen. Mit dem Geist der Hexe und etwas Flug-Salbe gelingt ihm aber die Flucht, auf einem Besen durch die Luft reitend. Zufällig belauscht er das Gespräch einer Frau, in die er sich verliebt hat und von der er sich ebenfalls geliebt fühlt. Dabei findet er heraus, dass sie ihn nicht als Mann liebt, sondern dass sie ihn für einen solchen Trottel hält, dass er ohne ihre mütterliche Fürsorge nicht lebenstüchtig sei und dass sie sich deshalb verantwortlich fühlt ihn mit ihrer Mutterliebe zu umsorgen. Tief verletzt hängt er seine Versuche, ein guter Mensch zu sein an den Nagel, will nun böse werden und schließt zu diesem Zweck einen Packt mit dem Teufel. Um den Packt zu besiegeln muss er ein mit Blut unterschriebenes Pergament mit dem Vertragstext verschlucken. Bei der anschließenden Überfahrt nach Frankreich wird er jedoch seekrank und kotzt sich seine Seele aus dem Leib. Dabei geht auch das Pergament mit dem Teufelspackt mit über Bord. Dadurch ist er an den Packt mit dem Teufel nicht mehr gebunden, plant aber weiterhin, mit Hilfe des Teufels ein böser Mensch zu werden. Dabei stellt er sich aber jedesmal so dusselig an, dass immer etwas Gutes dabei heraus kommt. Trotz der tiefen Verletzung durch die Frau, die er liebt, kann er sie doch nicht vergessen und schmachtet ihr auch weiterhin nach. Bei einem Hexenmeister lernt er einen Liebestrank zu brauen. Was er dann auch tut. Der Trank muss sehr lange ziehen. Während also der Trank auch während einer Abwesenheit weiter zieht, dringt eine Kuh in die Höhle ein, in der der Trank gebraut wird und säuft den Trank aus. Als der Mönch in die Höhle zurück kehrt, verliebt sich die Kuh augenblicklich in ihn und weicht ihm von da an nicht mehr von der Seite. Wie heißt der Mönch, der Held dieser Geschichte, und auch titel-gebend ist. Und wer ist der irische Autor?