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Japans Regierungschef: No-Deal-Brexit "mit allen Mitteln" verhindern

Japans Regierungschef Shinzo Abe hat Großbritannien aufgefordert, den Brexit in geregelten Bahnen umzusetzen.

Regierungschef Abe in Brüssel

Regierungschef Abe in Brüssel

Japans Regierungschef Shinzo Abe hat Großbritannien aufgefordert, den Brexit in geregelten Bahnen umzusetzen. Ein No-Deal-Brexit müsse "mit allen Mitteln" verhindert werden, sagte Abe am Donnerstagabend beim EU-Japan-Gipfel in Brüssel. Japanische Unternehmen hätten Großbritannien bisher als "Tor nach Europa" genutzt und deshalb in dem Land investiert. Seine Regierung hoffe deshalb sehr, dass der britische EU-Austritt "reibungslos" verlaufe.

Abe forderte dabei "rechtliche Stabilität, Vorhersehbarkeit und Transparenz", damit japanische Unternehmen ihre Geschäftsaktivitäten in Großbritannien fortsetzen könnten. Dies habe er auch bereits gegenüber der britischen Premierministerin Theresa May angesprochen, sagte er. Mehrere japanische Firmen wie die Autobauer Nissan und Honda haben wegen des Brexit bereits Produktions- oder Investitionskürzungen in Großbritannien angekündigt.

Großbritannien sollte eigentlich bereits Ende März aus der EU austreten. May ist aber bereits drei Mal mit dem Versuch gescheitert, im britischen Unterhaus eine Mehrheit für ein mit der EU ausgehandeltes Austrittsabkommen für einen geregelten Brexit zu erhalten.

Die EU-Staats- und Regierungschefs hatten das Brexit-Datum deshalb vor zwei Wochen bereits zum zweiten Mal verschoben. Großbritannien hat nun zur Suche nach einer Lösung bis zum 31. Oktober Zeit, kann aber auch früher austreten, falls eine Ratifizierung des Austrittsabkommens vor diesem Stichtag gelingen sollte.

AFP
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