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Joshua Wong schlägt "Demokratie" und "Freiheit" als Namen für Berliner Pandas vor

Der Hongkonger Aktivist Joshua Wong hat den Berliner Zoo aufgefordert, die beiden chinesischen Pandababys "Demokratie" und "Freiheit" zu nennen.

Joshua Wong im Juni

Joshua Wong im Juni

Der Hongkonger Aktivist Joshua Wong hat den Berliner Zoo aufgefordert, die beiden chinesischen Pandababys "Demokratie" und "Freiheit" zu nennen. "Schon bei der Übergabe Hongkongs von Großbritannien an China hat das chinesische Regime versucht, uns mit einem Geschenk von Pandabären das angeblich freundliche Gesicht Pekings zu zeigen", sagte Wong der "Bild"-Zeitung vom Dienstag. Die Realität sei mehr als 20 Jahre nach der Übergabe aber eine andere.

"Diejenigen, die wie wir für Freiheit einstehen, werden brutal verfolgt, eingeschüchtert und eingesperrt", sagte Wong über die Lage in seiner Heimat. "Deutschland könnte ein klares Signal an China senden und die Pandabären in Berlin 'Demokratie' und 'Freiheit' nennen", schlug er daher vor.

Im Berliner Zoo hatte die Pandadame Meng Meng am Samstag Zwillinge zur Welt gebracht. Es handelt sich um den ersten in Deutschland geborenen Pandanachwuchs. Meng Meng und der männliche Panda Jiao Qing sind von der chinesischen Regierung an den Zoo ausgeliehen. Chinesische Experten helfen bei ihrer Pflege und der Babyaufzucht.

Der 22-jährige Wong ist ein Vertreter der Demokratiebewegung in Hongkong, die gegen eine wachsende Einflussnahme Pekings in der chinesischen Sonderverwaltungszone kämpft. Bei Massenprotesten gab es jüngst schwere gewalttätige Auseinandersetzungen. Wong und die Aktivistin Agnes Chow wurden festgenommen.

AFP