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Jugendschutzbehörden von Bund und Ländern fordern selbstlernende Filterprogramme

Experten von Bund und Ländern haben bessere technischen Lösungen zum Kinderschutz von Internetkonzernen und sozialen Netzwerken gefordert.

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Experten von Bund und Ländern haben bessere technischen Lösungen zum Kinderschutz von Internetkonzernen und sozialen Netzwerken gefordert. Die Unternehmen müssten Methoden aus dem Bereich der künstlichen Intelligenz (KI) einsetzen, um Kinder durch selbstlernende Filterprogramme vor Pornografie, Gewalt, Missbrauch und Belästigung zu schützen, erklärte das gemeinsame Kompetenzzentrum Bund und Ländern für den Jugendschutz im Internet (Jugendschutz.net) am Donnerstag in Mainz in einem Bericht.

Aktuelle Jugendschutzlösungen in sozialen Medien seien "nahezu wirkungslos, da sie Inhalte nicht differenziert filtern können", erklärte das Zentrum. Heute bereits existierende Technologien zur automatischen Inhaltserkennung, die auf dem maschinellen Lernen basierten, könnten dagegen schnell große Datenmengen durchsuchen.

Darüber hinaus forderte das Zentrum in seinem Lagebericht von den Unternehmen Verbesserungen auch in anderen Bereichen. So sollten die Anbieter von Betriebssystemen für Smartphones diese so konzipieren, dass für jedes Gerät benutzerfreundlich und zentral eine bestimmte Altersstufe eingestellt werden kann. Durch eine Schnittstelle soll diese Voreinstellung an alle Apps weitergegeben werden, damit gegebenenfalls automatisch in einen geschützten Kindermodus geschaltet wird.

Derartige "Kindersicherungen" blockieren etwa die Kontaktaufnahme zu Fremden oder sorgen dafür, dass bestimmte Inhalte nicht angezeigt werden. Sie müssen bislang für jede App einzeln aktiviert werden.

AFP
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