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Kabinett stimmt Berufung von Daniela Ludwig als Drogenbeauftragte zu

Die CSU-Politikerin Daniela Ludwig ist neue Drogenbeauftragte der Bundesregierung. Das Kabinett stimmte am Mittwoch dem Vorschlag von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) zu.

Daniela Ludwig (CSU)

Daniela Ludwig (CSU)

Die CSU-Politikerin Daniela Ludwig ist neue Drogenbeauftragte der Bundesregierung. Das Kabinett stimmte am Mittwoch dem Vorschlag von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) zu. Damit folgt die 44-jährige Bundestagsabgeordnete, die sich bislang in der Verkehrspolitik engagiert hatte, Marlene Mortler nach. Ludwig erklärte nach ihrer Berufung, gerade weil Sucht so viele Menschen in diesem Land betreffe, sei es "gut und richtig, unvoreingenommen auf das Thema zu schauen".

Ludwig kündigte an, sie wolle "neue Akzente setzen, was von allen Akteuren als Chance gesehen werden kann". Wichtig sei ein "offener Austausch mit allen Playern aus dem Drogen- und Suchtbereich". Dazu gehörten auch kontroverse Debatten, die niemand scheuen sollte, wenn sie letztlich dazu dienten, das Thema positiv voranzubringen, fügte die CSU-Politikerin hinzu.

Gesundheitsminister Spahn erklärte, er "kenne und schätze" Ludwig seit dem gemeinsamen Start im Bundestag. Sie werde als neue Drogenbeauftragte "frischen Wind in das Amt bringen". Ludwig befürworte ebenso wie er selbst "den offenen Dialog und die fundierte Debatte". Spahn verwies zudem auf ihre "langjährige Erfahrung als Bundespolitikerin wie auch in der Kommunalpolitik". Dies sei wichtig, weil das Amt der Drogenbeauftragten "eine Querschnittsaufgabe über viele Fachgebiete" sei.

Die Juristin Ludwig ist seit 2002 Mitglied im Deutschen Bundestag und verkehrspolitische Sprecherin der Unionsfraktion. Zu den Arbeitsschwerpunkten der Drogenbeauftragten gehören die Förderung und Unterstützung von Initiativen und Aktivitäten der Sucht- und Drogenprävention. Zudem soll die Drogenbeauftragte neue Wege und Schwerpunkte in der Sucht- und Drogenpolitik entwickeln, "um gesundheitliche, soziale und psychische Probleme zu vermeiden oder abzumildern", wie das Gesundheitsministerium erklärte.

AFP