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Kampf gegen Covid-19 EU-Behörde entscheidet über Impfstoff für Kinder

Impfung
In den USA werden bereits Kinder zwischen fünf und elf Jahren geimpft. Foto: Keith Birmingham/The Orange County Register/AP/dpa
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Wie entscheidet sich die europäische Arzneimittelbehörde EMA? Sollen Kinder unter zwölf Jahren schon bald den ersten Corona-Impfstoff erhalten? Heute wird eine Entscheidung erwartet.

In Europa könnte es schon bald den ersten Corona-Impfstoff für Kinder unter zwölf Jahre geben.

Die europäische Arzneimittelbehörde EMA will über die Zulassung des Corona-Impfstoffes der Hersteller Pfizer/Biontech für Kinder ab fünf Jahren entscheiden. Die zuständigen Experten haben gut zwei Monate lang die Daten zu Risiken und Effektivität des Impfstoffes bei Fünf- bis Elfjährigen geprüft und wollen nun die Bewertung abschließen.

Wenn die EMA-Experten grünes Licht geben, muss offiziell die EU-Kommission noch zustimmen - das aber gilt als Formsache. In Deutschland würden nach Angaben von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) erst ab dem 20. Dezember 2,4 Millionen Dosen des Biontech/Pfizer-Vakzins für Kinder zur Verfügung stehen.

In Europa ist der Impfstoff von Pfizer und Biontech bisher nur für Menschen ab zwölf Jahren zugelassen. Doch in Israel und auch den USA dürfen damit bereits Kinder ab fünf Jahren geimpft werden.

Stiko-Chef zeigt Verständnis Skepsis gegenüber Kinderimpfung

Der Vorsitzende der Ständigen Impfkommission (Stiko), Thomas Mertens, kann nach eigenen Worten nachvollziehen, wenn Eltern einer Impfung ihrer Kinder skeptisch gegenüberstehen. «Das kann ich sehr gut verstehen, und es entspricht im Grunde auch dem Problem, vor dem die Stiko mit ihrer Empfehlung steht - nämlich dem Abwägen von Nutzen und möglichen «Restrisiken» bei den Kindern in dieser Altersgruppe», sagt Mertens der «Schwäbischen Zeitung».

Die Ständige Impfkommission (Stiko) will ihre Empfehlung zur Corona-Impfung für Kinder von fünf bis elf Jahren vor Jahresende abgeben. Die Stiko entwickelt als unabhängiges Gremium Impfempfehlungen und blickt dabei auf den Nutzen für Einzelne und die gesamte Bevölkerung.

dpa

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