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Kim prangert "räuberische" Sanktionen gegen Nordkorea an

Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un hat die Sanktionen der internationalen Gemeinschaft gegen sein Land erneut scharf kritisiert.

Nordkoreas Machthaber Kim

Nordkoreas Machthaber Kim

Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un hat die Sanktionen der internationalen Gemeinschaft gegen sein Land erneut scharf kritisiert. "Feindliche Kräfte" würden versuchen, die Bevölkerung seines Landes durch "räuberische Sanktionen" und Blockaden zu "ersticken", sagte Kim nach Angaben der staatlichen nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA vom Freitag beim Besuch einer Baustelle in der Küstenregion Wonsan-Kalma.

Die Regierung von US-Präsident Donald Trump besteht auch nach dem historischen Gipfeltreffen mit Kim vom Juni in Singapur auf der Einhaltung der Sanktionen gegen Pjöngjang. Kim hatte Trump die "vollständige Denuklearisierung" seines Landes zugesagt. Konkrete Schritte oder ein Zeitplan wurden aber nicht vereinbart; die Sanktionen blieben in Kraft.

Zwar erwähnte Kim in seinen neuen Äußerungen die USA nicht namentlich - dies unterbleibt seit dem Gipfeltreffen von Singapur. Pjöngjang hatte Washington aber bereits vergangenen Monat "gangstermäßige" und "gierige" Forderungen bezüglich der atomaren Abrüstung vorgeworfen.

Der UN-Sicherheitsrat hatte wegen des nordkoreanischen Atomwaffen- und Raketenprogramms eine Reihe von Sanktionen gegen Pjöngjang verhängt. Eine Verschärfung im vergangenen Jahr führte zum schlimmsten Konjunktureinbruch in dem isolierten Land seit 20 Jahren. Nach UN-Angaben sind in Nordkorea rund zehn Millionen Menschen unterernährt - fast die Hälfte der Bevölkerung.

AFP

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