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Kölner Erzbischof sorgt sich um isolierte alte Menschen in Heimen

Der Kölner Erzbischof, Kardinal Rainer Maria Woelki, hat sich besorgt über die Isolierung und Vereinsamung älterer Menschen in Pflege- und Altenheimen während der Corona-Krise gezeigt.

Beschäftigter in Schutzanzug im Hanns-Lilje-Heim in Wolfsburg

Beschäftigter in Schutzanzug im Hanns-Lilje-Heim in Wolfsburg

Der Kölner Erzbischof, Kardinal Rainer Maria Woelki, hat sich besorgt über die Isolierung und Vereinsamung älterer Menschen in Pflege- und Altenheimen während der Corona-Krise gezeigt. In einem Interview der "Bild"-Zeitung (Mittwochausgabe) nannte Woelki dies eine "ungeheure Herausforderung" für die Gesellschaft. Kinder und Enkel dürften die alten Leute "nicht vergessen". Sie müssten versuchen, über Internetdienste und Telefon mit ihnen Kontakt zu halten.

Woelki berichtete, dass seine eigene Mutter in einem Heim lebe: "Es tut mir für sie sehr weh, dass sie quasi in einer Quarantäne, in einer Isolation ist." Sogar die Kapelle in dem Heim sei geschlossen worden. Die Menschen müssten sich dort auf ihre Zimmer zurückziehen. Er versuche, jeden Tag mit seiner Mutter zu telefonieren.

Woelki befürchtet insgesamt einen Anstieg der sozialen Not in Deutschland als Folge der Corona-Krise. Es sei damit damit zu rechnen, dass die Zahl der Arbeitslosen auf mehr als 2,3 Millionen steige. Hinzu komme die Kurzarbeit. "Wirklich hart" treffe die Corona-Krise die Obdachlosen. Deshalb habe er das Priesterseminar für sie geöffnet, wo sie eine warme Mahlzeit bekämen und duschen könnten.

AFP
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