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Kommunen mahnen Vorkehrungen für künftige Hitzewellen an

Hitze, Trockenheit, Brände: Angesichts der diesjährigen Rekordtemperaturen haben die Kommunen Vorkehrungen für künftige Extremsommer angemahnt. "Der Klimawandel schreitet voran.

Die Rekordhitze trocknet Gewässer aus

Die Rekordhitze trocknet Gewässer aus

Hitze, Trockenheit, Brände: Angesichts der diesjährigen Rekordtemperaturen haben die Kommunen Vorkehrungen für künftige Extremsommer angemahnt. "Der Klimawandel schreitet voran. Wir müssen uns in Zukunft darauf einstellen, dass die Sommer sehr heiß und niederschlagsarm werden", sagte Gerd Landsberg, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebunds, dem "Handelsblatt" (Samstagausgabe). Die Koalition ist einem Zeitungsbericht zufolge allerdings uneins über mögliche staatliche Hilfen für einen Hitze-Aktionsplan.

Konkret schlug Landsberg eine Verbesserung der Wasserversorgung unter anderem durch zusätzliche Speicherkapazitäten sowie mehr Grün in der Stadt vor. Zudem sollten in Grünanlagen und in den kommunalen Wäldern mehr Pflanzen gesetzt werden, die für den Klimawandel besser gewappnet seien. "Die Planung und Umsetzung eines solchen Aktionsplanes setzt natürlich zusätzliche Mittel voraus", sagte der Verbandschef. Dabei seien Bund, Länder und Kommunen "gemeinsam gefordert".

Die SPD lehnt zusätzliche steuerfinanzierte Vorkehrungen für künftige Hitzeperioden ab. Er sei gegen "Schnellschüsse im Sommerloch", insbesondere wenn es um die Verwendung von Steuermitteln gehe, sagte SPD-Haushaltspolitiker Johannes Kahrs dem "Handelsblatt".

Die Union zeigte sich dagegen offen, die Aufstockung eines bereits bestehenden Programms in Erwägung zu ziehen. Zur Verbesserung der urbanen grünen Infrastruktur stelle der Bund den Ländern und Gemeinden bereits seit 2017 jährlich 50 Millionen Euro zur Verfügung, sagte der Großstadtbeauftragte der Unions-Bundestagsfraktion, Kai Wegner (CDU), dem "Handelsblatt".

Angesichts des fortschreitenden Klimawandels und der sich verschärfenden Dürreproblematik sollte geprüft werden, ob das Programm "auch für Maßnahmen des Wassermanagements geöffnet und finanziell aufgestockt werden kann", fügte Wegner hinzu.

Als Ausgleich für Ernteausfälle wegen der Dürre hatte bereits der Deutsche Bauernverband staatliche Hilfen von einer Milliarde Euro gefordert. In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Emnid für "Bild am Sonntag" befürworteten 60 Prozent der Befragten, dass Bund und Länder den Landwirten mit Steuergeldern helfen sollten. 32 Prozent lehnen das ab.

Auch die Waldbesitzer rechnen mit großen Verlusten. Es sei zu befürchten, dass das, was in den letzten zwei bis vier Jahren gepflanzt worden sei, zum "Totalausfall" werde, wenn "es noch ein, zwei Wochen so weiter geht", sagte der Präsident des Deutschen Forstwirtschaftsrats, Georg Schirmbeck, in einem Interview mit der Nachrichtenagentur AFP.

Der Deutsche Feuerwehrverband forderte unterdessen eine bessere Ausstattung für die Waldbrandbekämpfung. Vizepräsident Karl-Heinz Knorr sagte der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" (FAS), es fehle an Tanklöschfahrzeugen, die insbesondere im Wald eingesetzt werden können, sowie an spezieller Schutzkleidung und Schutzausrüstung für diesen Zweck. Das solle von Bund und Ländern angeschafft werden. Zudem beklagte der Verband einen erheblichen Personalmangel.

Die Grünen fordern einen Aktionsplan, "der Menschen, Städte, Umwelt und Natur widerstandsfähiger gegen die Folgen der Klimakrise" macht. Notwendig sei ein den Klimaveränderungen angepasster Städte- und Wohnungsbau ebenso wie die Entsiegelung von Flächen und Umstellungen in der Landwirtschaft zum Beispiel auf Sorten, die der Klimakrise und dem Trockenstress besser trotzen könnten, heißt es in dem am Samstag von Grünen-Chefin Annalena Baerbock veröffentlichten Papier. Zudem solle es einen zusätzlichen Entschädigungsfonds für Menschen geben, deren Existenz nach Extremwetterereignissen bedroht sei.

AFP

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