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Kontrollzentrum: Israelische Raumsonde bei Landung auf dem Mond zerschellt

Die Landung der israelischen Raumsonde "Beresheet" (Genesis) auf dem Mond ist missglückt.

Kameraaufnahme der Mondoberfläche von "Beresheet"

Kameraaufnahme der Mondoberfläche von "Beresheet"

Die Landung der israelischen Raumsonde "Beresheet" (Genesis) auf dem Mond ist missglückt. Das Weltraumgefährt habe kurz vor der Landung Antriebsprobleme gehabt und sei offenbar auf der Mondoberfläche zerschellt, sagte der Projektkoordinator Morris Kahn am Donnerstag in einer Live-Videoübertragung aus dem Kontrollzentrum bei Tel Aviv. "Wir haben es nicht geschafft, aber wir haben es auf jeden Fall versucht."

Die 585 Kilogramm schwere Sonde sollte planmäßig am Donnerstagabend auf dem Erdtrabanten aufsetzen. Bei einem geglückten Manöver wäre Israel das vierte Land nach den USA, Russland und China gewesen, die eine Mondlandung schafften. Die "Beresheet" wäre zudem das erste private Weltraumgefährt überhaupt gewesen, das auf dem Erdtrabanten gelandet wäre.

Die "Beresheet" war am 22. Februar vom US-Raumfahrtbahnhof Cape Canaveral gestartet und legte seitdem rund 6,5 Millionen Kilometer zurück. Ins All gebracht wurde sie von einer Falcon-9-Rakete des privaten US-Raumfahrtunternehmens SpaceX von Elon Musk. Gebaut wurde "Beresheet" von dem Privatunternehmen SpaceIL in Zusammenarbeit mit Israeli Aerospace Industries (IAI), einem der größten Rüstungsunternehmen Israels.

An Bord von "Beresheet" ist auch eine Zeitkapsel, die eine Reihe digitaler Dateien enthält. Dazu gehören unter anderem von Kindern gemalte Bilder, die Erinnerungen eines Holocaust-Überlebenden und eine israelische Flagge. Anfang März schickte die Sonde ein erstes Foto von sich im All zur Erde.

AFP
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