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Korruptionsvorwürfe gegen Vize-Kandidat von Ex-Präsident Lula in Brasilien

In Brasilien gibt es jetzt auch Korruptionsvorwürfe gegen den Vize-Kandidaten von Ex-Präsident Luiz Inácio Lula da Silva: Die Staatsanwaltschaft des Bundesstaats São Paulo forderte am Dienstag,

Vize-Kandidat Haddad tritt anstelle von Lula an

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In Brasilien gibt es jetzt auch Korruptionsvorwürfe gegen den Vize-Kandidaten von Ex-Präsident Luiz Inácio Lula da Silva: Die Staatsanwaltschaft des Bundesstaats São Paulo forderte am Dienstag, Fernando Haddad wegen einer mutmaßlichen Schmiergeldzahlung bei der Kommunalwahl 2012 anzuklagen. Sie wirft Haddad vor, 2,6 Millionen Real (damals knapp eine Million Euro) von einer Baufirma erhalten zu haben, "um Schulden im Zusammenhang mit der Wahlkampagne 2012 zu bezahlen".

Haddad war damals zum Bürgermeister von São Paulo gewählt worden. Die Baufirma UTC Engenharia soll sich von der Zahlung Vorteile bei der Vergabe öffentlicher Aufträge erhofft haben. Die Staatsanwalt forderte den zuständigen Ermittlungsrichter auf, Anklage gegen Haddad zu erheben.

Haddads Pressestelle wies die Anschuldigungen zurück. Es gebe dafür "keinen Beweis". Haddad werde von einem Manager beschuldigt, der "aus eigenem Interesse Geschichten erzählt". Der selbst wegen Korruption verurteilte Mann habe sich zu einer Zusammenarbeit mit den Ermittlern bereit erklärt, um eine mildere Strafe zu bekommen.

Lula, der von 2003 bis Ende 2010 Präsident war, sitzt nach seiner Verurteilung wegen Korruption und Geldwäsche im Gefängnis. Am Freitag hatte das Oberste Wahlgericht entschieden, dass er deswegen nicht bei der Präsidentschaftswahl im Oktober antreten darf. Sollte Lulas Einspruch gegen die Entscheidung abgewiesen werden, wird vermutlich Haddad für ihn einspringen.

Lula liegt in den Umfragen derzeit noch vor allen seinen Mitbewerbern, darunter der ultrarechte Ex-Offizier Jair Bolsonaro, São Paulos Ex-Gouverneur Geraldo Alckmin und die Umweltaktivistin Marina Silva. Beobachter zweifeln daran, dass alle Anhänger Lulas auch für Haddad stimmen würden.

AFP

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