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Kramp-Karrenbauer stellt sich im Gasstreit hinter Griechenland und Zypern

Kramp-Karrenbauer beim Truppenbesuch in Zypern
Kramp-Karrenbauer beim Truppenbesuch in Zypern
© © 2019 AFP
Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) hat sich im Gasstreit im östlichen Mittelmeer hinter Griechenland und Zypern gestellt.

Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) hat sich im Gasstreit im östlichen Mittelmeer hinter Griechenland und Zypern gestellt. "Wir haben ganz deutlich gemacht, in der Solidarität auch des Europäischen Rats, dass wir solidarisch zu Griechenland, auch zu Zypern stehen", sagte Kramp-Karrenbauer am Donnerstag während ihres Besuchs bei deutschen Einheiten der Unifil-Mission in Zypern. Deutschland habe "auf der Grundlage von Völkerrecht, von Seerecht" die Türkei aufgefordert, "diese Rechtsauffassung zu akzeptieren".

Der Europäische Rat für Auswärtige Beziehungen habe einen "Sanktionsrahmen festgesetzt", sagte Kramp-Karrenbauer an Bord einer Bundeswehr-Korvette vor der zyprischen Küste. Bei diesem müsse "man jetzt schauen, dass er für die Zukunft auch mit Augenmaß gefüllt wird".

Seit der Entdeckung milliardenschwerer Gasvorkommen vor der Küste Zyperns gibt es heftigen Streit um deren Ausbeutung. Sowohl die Republik Zypern als auch die Türkei erheben Anspruch auf das Seegebiet.

Die Mittelmeerinsel ist seit einem griechischen Militärputsch 1974 in einen griechischen Süden und einen türkischen Norden geteilt. Die Türkei ist seitdem mit Truppen im Norden präsent. Außer Ankara erkennt kein Staat die Türkische Republik Nordzypern an.

Kramp-Karrenbauer setzte am Donnerstag ihren zweitägigen Besuch bei Bundeswehr-Soldaten in Zypern fort. Die deutschen Truppen sind in Zypern im Rahmen der UN-Mission Unifil stationiert, die für Frieden zwischen dem Libanon und Israel sorgen soll. Die Korvette der deutschen Marine, die Kramp-Karrenbauer am Donnerstag besuchte, ist der wichtigste Beitrag Deutschlands zur Unifil-Mission. Das Schiff beteiligt sich an der Überwachung des Seeraums vor dem Libanon.

AFP

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