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Kramp-Karrenbauer weist Kritik an Karnevalsscherz scharf zurück

Die CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer hat Kritik an ihrem umstrittenen Karnevalsscherz von vergangener Woche scharf zurückgewiesen.

CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer in Demmin

CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer in Demmin

Die CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer hat Kritik an ihrem umstrittenen Karnevalsscherz von vergangener Woche scharf zurückgewiesen. Es sei nicht um ein drittes Geschlecht gegangen, sondern "um die Frage von Emanzen", Machos und das Verhältnis von Mann und Frau, sagte Kramp-Karrenbauer in ihrer mit Spannung erwarteten Rede zum politischen Aschermittwoch in Demmin in Mecklenburg-Vorpommern.

Ihren Kritikern hielt die auch "AKK" genannte neue CDU-Vorsitzende vor, sie hätten die gesamte Veranstaltung und ihren Auftritt beim Stockacher Narrengericht vergangene Woche sehen sollen. Dann hätten sie verstanden, "wofür ich angeklagt war, nämlich der Entmannung der CDU", sagte Kramp-Karrenbauer und fügte unter Applaus hinzu: "Manchmal muss man einfach genau hinschauen, bevor man sich über irgendetwas künstlich aufregt."

Kramp-Karrenbauer warnte in ihrer ersten Aschermittwochsrede als Parteichefin, es drohe, etwas "ganz Wunderbares" kaputt gemacht zu werden: die Tradition von Karneval, "wo man gerade nicht jedes Wort auf die Goldwaage legen muss". Sie habe inzwischen das Gefühl, "wir sind das verkrampfteste Volk, das auf der Welt rumläuft".

Zugleich stellte sie unter Verweis auf das "C" im Namen ihrer Partei fest, für die CDU gelte nach wie vor, "jeder soll nach seiner Fasson glücklich werden - wir schreiben niemandem vor, wie er zu leben hat". Die kämpferische Rede von "AKK", in der sie auch den Koalitionspartner SPD wiederholt scharf angriff, wurde mehrfach von Applaus unterbrochen.

Der Karnevalsscherz von Kramp-Karrenbauer war weithin als Witz über Toiletten für intergeschlechtliche Menschen verstanden und vielfach kritisiert worden, auch aus der SPD.

AFP