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Krisenstaat Mali wählt nächsten Präsidenten

Die Bewohner des westafrikanischen Krisenstaats Mali haben am Sonntag einen neuen Präsidenten gewählt.

Wahl unter hohen Sicherheitsvorkehrungen

Wahl unter hohen Sicherheitsvorkehrungen

Die Bewohner des westafrikanischen Krisenstaats Mali haben am Sonntag einen neuen Präsidenten gewählt. Rund acht Millionen Wahlberechtigte konnten zwischen 24 Kandidaten entscheiden - unter ihnen der seit 2013 regierende Präsident Ibrahim Boubacar Keita und nur eine Frau. Die Opposition wirft dem 73-jährigen Amtsinhaber Versäumnisse bei der Stabilisierung des Landes vor, in dem dschihadistische Rebellengruppen aktiv sind.

Mehr als 30.000 malische Sicherheitskräfte waren zum Schutz des Wahlgangs im Einsatz. Die ersten Auszählungsergebnisse werden 48 Stunden nach Schließung der Wahllokale erwartet, ein amtliches Ergebnis soll am 3. August vorliegen. Falls kein Kandidat die erforderliche Mehrheit erhält, ist für den 12. August eine Stichwahl vorgesehen.

Die internationale Gemeinschaft erhofft sich von der Wahl neue Impulse für den Friedensprozess. Die UNO hatte 2013 eine Blauhelmmission nach Mali entsandt, um das Land zu stabilisieren und eine Machtübernahme durch die Dschihadisten zu verhindern. Die Bundeswehr beteiligt sich mit über tausend Soldaten an den Mali-Missionen der UNO und der EU. Es ist ihr zweitgrößter Auslandseinsatz nach Afghanistan.

AFP
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