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Laschet sieht sich in guter Ausgangsposition für CDU-Vorsitz

CDU-Vize Armin Laschet
CDU-Vize Armin Laschet
© © 2020 AFP
Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet sieht sich in einer guten Ausgangsposition im Ringen um den CDU-Vorsitz und die Kanzlerkandidatur der Union.

Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet sieht sich in einer guten Ausgangsposition im Ringen um den CDU-Vorsitz und die Kanzlerkandidatur der Union. "Es ist sicherlich von Vorteil, schon einmal eine Wahl gewonnen zu haben und Erfahrung im Regieren eines Landes mit 18 Millionen Einwohnern zu haben", sagte er der "Passauer Neuen Presse" (Samstagsausgabe). Auf der Regierungsarbeit in NRW liege derzeit seine "ganze Konzentration".

Dazu, dass seine Mitbewerber Friedrich Merz und Norbert Röttgen offen für Schwarz-Grün auch im Bund sind, sagte Laschet: "Über Koalitionen redet man nach der Wahl." Als Parteivorsitzender wolle er für eine möglichst starke CDU kämpfen. Zugleich verwies der Ministerpräsident darauf, dass er in Nordrhein-Westfalen mit der FDP in einer erfolgreichen, reibungslos funktionierenden Koalition zusammenarbeite.

Zur K-Frage sagte Laschet: "Die Kanzlerkandidatur werden wir mit der CSU beraten und sicher einvernehmlich klären, wenn sie ansteht." Über den Nachfolger von CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer soll im Dezember entschieden werden. Laschet ist derzeit einer der stellvertretenden Parteichefs.

Kritik an seinem Corona-Krisenmanagement und den Lockerungen in NRW wies Laschet zurück. "Es ist die Pflicht von Politik, abzuwägen und einen breiten Blickwinkel einzunehmen", sagte er der "PNP". Ihm sei es wichtig, "nicht nur die Verbreitungszahlen des Virus zu reduzieren, sondern auch ganzheitlich die Auswirkungen der Maßnahmen im Blick zu behalten".

Nordrhein-Westfalen war in den vergangenen Wochen insbesondere wegen hunderter Coronavirus-Infektion beim Fleischbetrieb Tönnies im Kreis Gütersloh in den Fokus geraten. Laschet versicherte in der "Passauer Neuen Presse": "Bei der Fleischindustrie greifen wir durch: Seit 1. Juli ist etwa jeder Fleischbetrieb verpflichtet, zweimal pro Woche die Mitarbeiter zu testen."

AFP

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