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Lufthansa: UFO-Mitglieder bekamen auch ohne Freistellung weiter Gehalt

Die Lufthansa fordert Geld von der Unabhängigen Flugbegleiter Organisation (UFO): Mitglieder der Gewerkschaft erhielten über Jahre ein Gehalt, ohne Flugstunden geleistet zu haben und ohne dass ein

Lufthansa-Maschine auf dem Flughafen München

Lufthansa-Maschine auf dem Flughafen München

Die Lufthansa fordert Geld von der Unabhängigen Flugbegleiter Organisation (UFO): Mitglieder der Gewerkschaft erhielten über Jahre ein Gehalt, ohne Flugstunden geleistet zu haben und ohne dass ein Freistellungsauftrag für sie gestellt wurde, wie die Fluggesellschaft am Freitag mitteilte. Sie leitete eine interne Untersuchung ein, um zu prüfen, warum die fehlerhaften Abrechnungen über Jahre nicht auffielen.

Funktionäre der UFO können von der Arbeit bei der Lufthansa für Gewerkschaftsaufgaben freigestellt werden. Die Gewerkschaft müsse hierfür aber einen Antrag stellen und das Gehalt für die Mitarbeiter durch einen funktionsabhängigen Pauschalbetrag erstatten, erläuterte die Lufthansa. In einigen Fällen sei das weder durch die Mitarbeiter noch durch die Gewerkschaft geschehen. Das Unternehmen habe daher die Freistellungen für die betreffenden Mitarbeiter für den Zeitraum von 2015 bis 2018 in Rechnung gestellt.

Der "Spiegel" berichtete am Freitag, die Gewerkschaft solle die Lufthansa für den ehemaligen UFO-Vorsitzenden Alexander Behrens und den aktuellen Chef Nicoley Baublies eine halbe Million Euro erstatten. Der Anwalt von Behrens sagte dem "Spiegel": "Wir werden die Vorwürfe umfänglich aufarbeiten und zeigen, dass nicht eine einzelne Person an den Pranger gestellt gehört." Es gebe "politische Hintergründe innerhalb des UFO-Vorstandes". Sie seien Auslöser für diese "gezielten Anschuldigungen".

AFP
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