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Maas: Berlin betont Unterstützung für Guaidó nach Ausweisung des Botschafters

Die Bundesregierung hält nach der Ausweisung des deutschen Botschafters Daniel Kriener aus Venezuela unbeirrt an ihrer Unterstützung für den selbsternannten Übergangspräsidenten Juan Guaidó fest.

Maas (r.) und Pejcinovic Buric

Maas (r.) und Pejcinovic Buric

Die Bundesregierung hält nach der Ausweisung des deutschen Botschafters Daniel Kriener aus Venezuela unbeirrt an ihrer Unterstützung für den selbsternannten Übergangspräsidenten Juan Guaidó fest. Die Ausweisungsentscheidung der Regierung des umstrittenen venezolanischen Staatschefs Nicolás Maduro werde "in keinster Weise" dazu führen, dass Deutschland seine Unterstützung für Guaidó überdenken werde, sagte Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) am Donnerstag nach einem Treffen mit seiner kroatischen Kollegin Marija Pejcinovic Buric in Berlin.

"Diese Unterstützung ist unumstößlich und dabei wird es auch bleiben", betonte Maas. Guaidó habe angekündigt, freie Wahlen in dem südamerikanischen Krisenstaat zu organisieren. Dies sei ebenso Ziel der Bundesregierung wie eine friedliche Lösung des Machtkampfs und die Einfuhr humanitärer Hilfe. Dabei werde Deutschland Guaidó "mit allem in unserer Macht Stehenden" helfen.

Die Entscheidung der Maduro-Regierung, Botschafter Kriener auszuweisen, bezeichnete Maas erneut als "in keinster Weise nachvollziehbar" und "nicht akzeptabel". Kriener werde nach seinem Rückruf nach Deutschland am Samstag zu Konsultationen eintreffen.

Venezuela hatte Kriener am Mittwoch wegen Einmischung in innere Angelegenheiten und Unterstützung der Opposition zur unerwünschten Person erklärt. Das venezolanische Außenministerium forderte den Botschafter auf, das Land binnen 48 Stunden zu verlassen.

Kriener hatte Guaidó bei dessen Rückkehr nach Caracas am Montag zusammen mit anderen Botschaftern aus der EU, aus lateinamerikanischen Ländern sowie mit dem US-Geschäftsträger auf dem Flughafen begrüßt. Der selbsternannte Übergangspräsident rief zu neuen Massenprotesten gegen den Linksnationalisten Maduro auf.

Maas betonte, es sei sein "ausdrücklicher Wunsch" gewesen, dass Kriener den Oppositionsführer am Flughafen in Empfang nehmen sollte. Es hätten Informationen vorgelegen, wonach die Festnahme Guaidós nach seiner Ankunft geplant gewesen sei.

AFP