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Maas fordert Russland zur Freilassung ukrainischer Matrosen auf

Einen Tag nach der Haftverlängerung für 24 ukrainische Matrosen in Russland hat Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) erneut die Freilassung der Männer gefordert.

Maas (l.) und Lawrow auf dem Bonner Petersberg

Maas (l.) und Lawrow auf dem Bonner Petersberg

Einen Tag nach der Haftverlängerung für 24 ukrainische Matrosen in Russland hat Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) erneut die Freilassung der Männer gefordert. Im Ukraine-Konflikt sei jetzt der "Moment für konstruktive Beiträge und zwar von allen Seiten", sagte Maas bei einem Treffen mit seinem russischen Kollegen Sergej Lawrow am Donnerstag in Bonn. Dazu gehöre "nach unserer Auffassung nach wie vor die Freilassung der ukrainischen Seeleute", bekräftigte der deutsche Außenminister.

Ein russisches Gericht hatte am Mittwoch die Haft für 24 ukrainische Matrosen verlängert, die im November vor der Halbinsel Krim festgenommen wurden. Moskau wirft den Seeleuten Grenzverletzung vor, Kiew bezeichnet sie hingegen als "Kriegsgefangene".

Außenminister Maas sagte, es habe im Ukraine-Konflikt zuletzt "positive Signale" gegeben. Er drückte seine Hoffnung aus, dass der am Sonntag in Kraft tretende Waffenstillstand "auch eingehalten wird, dass es einen anhaltenden Waffenstillstand gibt und dass wir weitere Fortschritte bei der Umsetzung des Minsker Abkommen haben". In der Vergangenheit sei der Waffenstillstand in der Ostukraine "viel zu oft gebrochen worden".

Maas und Lawrow trafen vor der Eröffnung des diesjährigen Petersburger Dialogs in Bonn zu Gesprächen zusammen. Es ist das erste Mal seit Beginn der Ukraine-Krise, dass die Außenminister beider Länder an der Eröffnungsfeier des jährlich stattfindenden deutsch-russischen Gesprächsforum teilnehmen.

Das deutsch-russische Gesprächsforum wurde im Jahr 2001 von Russlands Präsident Wladimir Putin und dem damaligen Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) ins Leben gerufen. Seitdem fand er mit Ausnahme von 2014 - dem Jahr der russischen Annexion der Krim - jedes Jahr statt. Die Teilnahme zweier hochrangiger Regierungsvertreter wie Lawrow und Maas gilt als Zeichen der Wiederannäherung beider Länder.

AFP