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Maduro: Venezuelas Armee muss für Militärintervention der USA gerüstet sein

Venezuelas Staatschef Nicolás Maduro hat die Armee aufgerufen, sich für eine mögliche militärische Intervention der USA zu rüsten.

Venezuelas Staatschef Nicolás Maduro

Venezuelas Staatschef Nicolás Maduro

Venezuelas Staatschef Nicolás Maduro hat die Armee aufgerufen, sich für eine mögliche militärische Intervention der USA zu rüsten. In einer im Radio und Fernsehen übertragenen Rede auf einem Militärstützpunkt im nordwestlichen Bundesstaat Cojedes forderte Maduro die Soldaten am Samstag auf, "bereit zu sein, um das Vaterland mit der Waffe in der Hand zu verteidigen, wenn eines Tages das nordamerikanische Imperium wagt, dieses Land anzutasten".

Maduro machte in seiner Rede vor rund 5300 Soldaten deutlich, was er in der gegenwärtigen politischen Krise von der Armee erwartet: "Einheit, Zusammenhalt, Disziplin, Gehorsam, Unterwerfung und höchste Treue zur Verfassung, zum Vaterland, zur Revolution und zum legitimen Oberbefehlshaber". Seine Gegner führten einen "Charakterkrieg", um "das Vaterland zu schwächen" und die venezolanische Armee "zu zerstören und zu entzweien" mit "einer Gruppe umstürzlerischer Verräter".

Die Regierung von US-Präsident Donald Trump gehört zu den entschiedensten Gegnern des linksnationalistischen Staatschefs Maduro und unterstützt den selbsternannten Übergangspräsidenten Juan Guaidó. Am Mittwoch hatte US-Außenminister Mike Pompeo bekräftigt, dass in dem Konflikt auch eine Militärintervention der USA in Frage komme. "Wenn es nötig ist, werden die USA das tun", sagte Pompeo.

Die Armee ist ein zentraler Machtfaktor in Venezuela und kontrolliert die immensen Erdölvorkommen des südamerikanischen Landes. Bislang unterstützen die Streitkräfte Maduro. Guaidó appelliert immer wieder an die Soldaten, sich gegen Maduro zu stellen. Sein Aufruf an das Militär, sich zu erheben, blieb am Dienstag erfolglos. Für Samstag hat Guaidó seine Landsleute aufgerufen, mit friedlichen Märschen zu den Kasernen im Land um die Unterstützung der Armee zu werben.

AFP