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Maduro gibt Festnahme zweier US-Bürger bekannt

Venezuelas Präsident Nicolás Maduro beim Treffen mit der Armeespitze
Venezuelas Präsident Nicolás Maduro beim Treffen mit der Armeespitze
© © 2020 AFP
Die venezolanischen Sicherheitskräfte haben nach Angaben von Staatschef Nicolás Maduro zwei US-Bürger festgenommen, die an einer versuchten "Invasion" des Landes beteiligt gewesen sein sollen.

Die venezolanischen Sicherheitskräfte haben nach Angaben von Staatschef Nicolás Maduro zwei US-Bürger festgenommen, die an einer versuchten "Invasion" des Landes beteiligt gewesen sein sollen. Die Männer im Alter von 34 und 41 Jahren gehörten zum Sicherheitspersonal von US-Präsident Donald Trump, sagte Maduro am Montagabend (Ortszeit) in einer im Fernsehen ausgestrahlten Ansprache vor dem Oberkommando der Streitkräfte.

Der Staatschef zeigte dabei Reisepässe und andere Dokumente, die von den beiden Männern stammen sollen. Sie sollen laut Maduro zu einer Gruppe gehört haben, die versucht haben soll, sich vom Meer aus nach Venezuela einzuschleusen. Insgesamt seien bei diesem Versuch der "Invasion" am Sonntag und Montag 15 Menschen von Armee und Polizei an der Küste gefasst worden. Die Nationalitäten der anderen Festgenommenen nannte der Staatschef nicht.

Generalstaatsanwalt Tarek William Saab beschuldigte Oppositionschef Juan Guaidó, "Söldner" für den Angriff auf die Regierung angeheuert zu haben. Dafür habe Guaidó 212 Millionen Dollar aus ausländischen Konten des staatlichen Ölkonzerns PDVSA sowie anderen Konten "geraubt", die aufgrund der US-Sanktionen eingefroren seien.

Bereits am Sonntag hatte der Präsident der regierungstreuen Verfassunggebenden Versammlung, Diosdado Cabello, mitgeteilt, die Sicherheitskräfte hätten einen Angriff von "Söldnern" aus Kolumbien verhindert. Dabei seien acht Menschen getötet worden. Die Gruppe habe "terroristische Anschläge" zum Sturz Maduros geplant gehabt.

Der linksgerichtete Staatschef und Oppositionsführer Guaidó sind seit mehr als einem Jahr in einen erbitterten Machtkampf verstrickt. Washington unterstützt Guaidó, der sich Anfang 2019 zum Übergangspräsidenten des südamerikanischen Landes ausgerufen hatte.

dja

AFP

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