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Masernfälle im vergangenen Jahr fast verdreifacht

Im vergangenen Jahr hat es fast dreimal so viele Masernfälle in Deutschland gegeben wie im Vorjahr.

Es gibt immer noch zu große Impflücken gegen Masern

Es gibt immer noch zu große Impflücken gegen Masern

Im vergangenen Jahr hat es fast dreimal so viele in Deutschland gegeben wie im Vorjahr. 2017 wurden insgesamt 929 Masernerkrankungen übermittelt, darunter ein Todesfall, wie das Robert-Koch-Institut (RKI) in seinem aktuellen Epidemiologischen Bulletin mitteilte. 2016 wurden hingegen nur 325 Fälle registriert, 2015 zählte mit 2464 Fällen zu einem der masernreichsten Jahre seit Beginn der Meldepflicht.

Die weitaus höchste Fallzahl wurde im vergangenen Jahr aus mit 520 Erkrankungen gemeldet, auch Hessen, Berlin, Sachsen, Bayern und Baden-Württemberg waren häufiger betroffen. Sieben Bundesländer übermittelten allerdings auch weniger als zehn Fälle im ganzen Jahr. Für das laufende Jahr wurden bis Ende Juni demnach bisher 387 Masernfälle registriert.

Nach Einführung der Meldepflicht im Jahr 2001 waren die Masernfälle aufgrund steigender Impfquoten zunächst deutlich zurückgegangen. Seit einigen Jahren beobachtet das allerdings eine Stagnation. Jahre mit weniger Erkrankungsfällen würden von Jahren mit zum Teil ausgedehnten Ausbrüchen und vielen Masernfällen abgelöst.

verfehlt nach wie vor das Masernimpfziel der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Zwar sind im Bundesdurchschnitt die Impfquoten der Kinder zum Zeitpunkt der Einschulung gut. Es gibt aber Land- und Stadtkreise sowie bestimmte Bevölkerungsgruppen, in denen nicht ausreichend gegen Masern geimpft wird.

Vor allem die zweite Masernimpfung erfolgt häufig zu spät und nicht wie empfohlen vor dem zweiten Geburtstag. Aber auch die großen Impflücken bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen sind mit Grund für größere Masernausbrüche.

AFP

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