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Medien: USA zogen Top-Spion 2017 aus russischen Regierungskreisen ab

US-Geheimdienste haben US-Medienberichten zufolge vor zwei Jahren einen wichtigen Informanten aus russischen Regierungskreisen abgezogen, aus Sorge, er könnte enttarnt werden.

Der russische Präsident Wladimir Putin

Der russische Präsident Wladimir Putin

US-Geheimdienste haben US-Medienberichten zufolge vor zwei Jahren einen wichtigen Informanten aus russischen Regierungskreisen abgezogen, aus Sorge, er könnte enttarnt werden. Wie der Fernsehsender CNN am Montag berichtete, bestand die Befürchtung, US-Präsident Donald Trump und seine Regierung könnten den Spion durch ihren fahrlässigen Umgang mit Geheimdienstinformationen in Gefahr bringen.

Die CIA wies dies zurück. "Die irreführende Spekulation, dass der Umgang des Präsidenten mit den sensibelsten Geheiminformationen unserer Nation, auf die er täglich zugreifen kann, zu einer mutmaßlichen Rückholaktion geführt haben, ist nicht korrekt", sagte eine Sprecherin dem Sender CNN.

US-Medien berichteten, der Spion habe Informationen über die zentrale Rolle des russischen Präsidenten Wladimir Putin bei der mutmaßlichen Einmischung Russlands in den US-Wahlkampf 2016 geliefert. CNN zufolge stand der Mann in unmittelbarem Kontakt mit Putin und arbeitete jahrzehntelang für den US-Geheimdienst. Unter anderem habe er heimlich Dokumente auf dem Schreibtisch des russischen Präsidenten abfotografiert.

Die Zeitung "New York Times" berichtete, die CIA habe dem Mann bereits Ende 2016 angeboten, ihn außer Landes zu bringen. Er habe jedoch aus familiären Gründen zunächst abgelehnt. Die US-Geheimdienste befürchteten deshalb, es könnte sich um einen Doppelagenten handeln. Einige Monate später habe der Agent einer Ausreise aber zugestimmt.

Der Mann war den Berichten zufolge die wichtigste Informationsquelle der CIA in Russland. Laut "New York Times" brachte der Agent Putin auch direkt mit den verübten Cyberattacken auf die US-Demokraten während des Wahlkampfs 2016 in Verbindung. Der Abzug des Spions 2017 sei für die CIA ein Rückschlag, auch mit Blick auf den Wahlkampf für die US-Präsidentschaftswahlen 2020, berichtete die "New York Times".

AFP