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Mehr als 20 Tote durch Tropensturm in Zentralamerika

Durch den Tropensturm "Nate" sind in Zentralamerika mehr als 20 Menschen ums Leben gekommen.

Frau am Masachapa-Fluss in Nicaragua

Frau am Masachapa-Fluss in Nicaragua

Durch den "Nate" sind in Zentralamerika mehr als 20 Menschen ums Leben gekommen. Allein in Nicaragua starben elf Menschen, sieben weitere wurden noch vermisst, wie die Behörden am Donnerstag mitteilten. In Costa Rica und Honduras gab es insgesamt elf weitere Todesopfer, tausende Menschen mussten ihre Häuser verlassen. Der Sturm zog Richtung Mexiko und USA, wo er sich zum Hurrikan entwickeln sollte.

wurde mit elf Todesopfern am schwersten von "Nate" getroffen. Sieben Menschen würden noch vermisst, sagte Vize-Präsidentin Rosario Murillo den Staatsmedien zufolge. Etwa 800 Menschen seien in Sicherheit gebracht worden. Wegen tagelanger heftiger Regenfälle seien fast 600 Häuser überflutet worden und 14 Gemeinden von der Außenwelt abgeschnitten. In insgesamt rund 30 Gemeinden habe "Nate" Schäden angerichtet, erklärte Murillo.

In Honduras meldeten die Behörden drei Todesopfer und drei Vermisste. In gab es acht Todesopfer durch den Sturm, darunter ein dreijähriges Mädchen. Ursache waren umstürzende Bäume sowie Erdrutsche. 17 Menschen wurden noch vermisst. Wegen über die Ufer getretener Flüsse und unterspülter Straßen wurde in Costa Rica der nationale Notstand ausgerufen, Schulen und Behörden blieben geschlossen.

Mehr als 5000 Menschen in Costa Rica wurden in Notunterkünften untergebracht, wie der Leiter der Nationalen Katastrophenschutzkommission, Ivan Brenes, mitteilte. 18 Hauptstraßen seien wegen Sturmschäden gesperrt, etwa ein Dutzend weitere nur noch teilweise befahrbar.

Die Menschen in Costa Rica wurden vor Krokodilen in den Flutgebieten gewarnt. In dem Urlaubsland gab es außerdem zahlreiche Flugausfälle und -verspätungen.

In der Nacht zu Freitag zog "Nate" zur Ostküste von weiter. Am Freitag oder Samstag sollte der Tropensturm den Golf von Mexiko erreichen. Das Nationale Hurrikan-Zentrum der USA (NHC) gab für die südlichen Bundesstaaten Louisiana, Mississippi und Alabama Sturmwarnungen heraus. Mehrere Öl- und Gasbohrinseln im Golf von Mexiko wurden evakuiert.

In den hatten im August und September die besonders schweren Hurrikane "Harvey" und "Irma gewütet und enorme Schäden angerichtet. Danach hinterließ Hurrikan "Maria" auf mehreren Karibikinseln eine Spur der Verwüstung.

AFP

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