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Mehr als 60 Tote durch Tropensturm "Eta" in Zentralamerika

Helfer in überfluteter Straße in Puerto Barrios
Helfer in überfluteter Straße in Puerto Barrios
© © 2020 AFP
Der Tropensturm "Eta" hat in Zentralamerika mehr als 60 Menschen in den Tod gerissen.

Der Tropensturm "Eta" hat in Zentralamerika mehr als 60 Menschen in den Tod gerissen. Allein in Guatemala seien 50 Menschen gestorben, teilte am Donnerstag (Ortszeit) Staatschef Alejandro Giammattei mit. Der Sturm löste schwere Überflutungen und Erdrutsche aus. Besonders betroffen waren von Indigenen bewohnte Gebiete im Norden Guatemalas.

Allein in einer Gemeinde des nördlichen Verwaltungsbezirks Alta Verapaz wurden nach Angaben Giammatteis mindestens 25 Häuser von ins Rutschen geratenen Erdmassen begraben. Der Zugang zu diesem Gebiet auf dem Landweg sei derzeit unmöglich, da die Straßen durch den Sturm zerstört worden seien, sagte der Präsident.

"Eta" wütete auch in anderen zentralamerikanischen Ländern: In Panama starben fünf Menschen durch den Sturm, in Honduras vier sowie in Costa Rica und Nicaragua jeweils zwei. Der honduranische Präsident Juan Orlando Hernández ordnete den Einsatz von Armee-Hubschraubern und Marineschiffen an, um die Evakuierung von Menschen aus Gefahrengebieten voranzubringen. Die Hauptstadt Tegucigalpa wurde von extrem starken Regenfällen heimgesucht. Insgesamt mussten sich in Honduras rund 300.000 Menschen vor Hochwasser in Sicherheit bringen.

"Eta" hatte als Hurrikan das zentralamerikanische Festland erreicht, sich dann aber zu einem Tropensturm abgeschwächt. Weiterhin brachte der Sturm aber massive Regenfälle mit sich. Das Nationale Hurrikanzentrum der USA (NHC) warnte, dass der Sturm neu an Kraft gewinnen könnte, wenn er die warmen Gewässer der Karibik erreiche.

Das Wasser an der Oberfläche der Ozeane erwärmt sich durch den Klimawandel zusehends. Das erhöht nach Angaben von Experten die Wahrscheinlichkeit, dass sich zerstörerische Wirbelstürme bilden können. Besonders die Menschen in den Küstenregionen der Welt sind damit den Gefahren verheerender Stürme ausgesetzt.

AFP

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