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Merkel: Globale Architektur funktioniert nur bei Kompromissen

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat beim Weltwirtschaftsforum in Davos ein Plädoyer für die internationale Zusammenarbeit gehalten.

Merkel bei ihrer Rede in Davos

Merkel bei ihrer Rede in Davos

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat beim Weltwirtschaftsforum in Davos ein Plädoyer für die internationale Zusammenarbeit gehalten. Es gebe inzwischen grundsätzliche Zweifel am Multilateralismus und einen Ansatz, der besage: "Der Welt geht es am besten, wenn jeder an sich denkt", sagte Merkel am Mittwoch in dem Schweizer Bergort. "Ich habe daran meine Zweifel", fügte die Kanzlerin hinzu. "Ich glaube, wir sollten unsere nationalen Interessen jeweils so verstehen, dass wir die Interessen anderer mitdenken."

Daraus ließen sich "Win-win-Situationen" machen, die wiederum die Grundlage für multilaterales Handeln seien, sagte Merkel in ihrer Rede. Eine globale Architektur werde nur funktionieren, "wenn wir insgesamt fähig zum Kompromiss sind".

Zugleich sei es nötig, die internationalen Organisationen zu reformieren, sagte Merkel. Als derzeitige große Herausforderungen nannte die Kanzlerin neben dem Klimawandel, Naturkatastrophen, Cyberattacken und Terrorangriffen auch eine "Vielzahl von Störungen und Verunsicherungen im multilateralen System", die auch zu sinkenden Wachstumsprognosen führten. Zu den Wahrheiten gehöre zugleich auch: "Internationale Fußabdrücke wird man nur hinterlassen, wenn man wirtschaftlich mithalten kann", sagte die Kanzlerin.

AFP

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