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Merkel lobt verstorbenen Ex-Präsidenten Bush als "Freund der Deutschen"

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat den verstorbenen früheren US-Präsidenten George H. W. Bush als "Freund der Deutschen" gewürdigt.

Merkel und Bush 2008 in Berlin

Merkel und Bush 2008 in Berlin

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat den verstorbenen früheren US-Präsidenten George H. W. Bush als "Freund der Deutschen" gewürdigt. "Seinen Beitrag zu unserer Wiedervereinigung werden wir nie vergessen", twitterte Regierungssprecher Steffen Seibert am Samstag.

Auch Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) sprach von Bush als "großem Staatsmann" und würdigte dessen Einsatz für Deutschland. "Nicht zuletzt ihm verdanken wir die Wiedervereinigung unseres Landes", erklärte Maas. Bush habe damals "mutig die Chance zur Beendigung des Kalten Krieges" ergriffen und die deutsche Einheit von Anfang an ohne Vorbehalte unterstützt.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier sprach den USA in einem Kondolenzschreiben sein "tief empfundenes Beileid" aus. "Deutschland wird sich an sein unbeirrtes Eintreten für die deutsche Wiedervereinigung immer in tiefer Dankbarkeit erinnern", heißt es darin. Bush stehe außerdem für die "Größe und die Großzügigkeit" der USA. Das Land verliere mit Bush einen "bedeutenden Staatsmann".

Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus twitterte, die Union danke "einem Verbündeten im wahrsten Sinne des Wortes". Der außenpolitische Sprecher der Fraktion, Jürgen Hardt, erklärte, Bush habe auch maßgeblichen Anteil an der europäischen Friedensordnung. "Gerade in diesen Monaten neuer Konfrontationen zwischen Russland und dem Westen mahnt uns das Erbe von Präsident Bush, auf friedliche multilaterale Lösungen von Konflikten zu setzen und nicht auf Konfrontationen."

Bush war am Freitag im Alter von 94 Jahren gestorben. Er starb zu Hause in Houston im Kreis seiner Angehörigen und enger Freunde.

AFP

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