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Mindestens 17 Tote bei Bombenanschlag auf Kirche im Süden der Philippinen

Bei einem Bombenanschlag auf eine Kirche im mehrheitlich muslimischen Süden der Philippinen sind mindestens 17 Menschen getötet worden.

Zerstörter Innenraum der Kirche

Zerstörter Innenraum der Kirche

Bei einem Bombenanschlag auf eine Kirche im mehrheitlich muslimischen Süden der Philippinen sind mindestens 17 Menschen getötet worden. Nach Militärangaben explodierte am Sonntagmorgen zunächst eine Bombe im Inneren der katholischen Kirche auf der Insel Jolo, eine zweite wurde inmitten herbeigeeilter Soldaten auf dem Parkplatz vor dem Gotteshaus gezündet.

Nach Militärangaben wurden zwölf Gottesdienstbesucher und fünf Soldaten getötet, 57 Menschen wurden verletzt. Die Polizei gab die Zahl der Todesopfer mit 19 an.

Das Militär ging von einem terroristisch motivierten Anschlag aus: "Das Motiv ist sicher Terrorismus", sagte Militärsprecher Gerry Besana. "Das sind Leute, die keinen Frieden wollen."

Jolo liegt im mehrheitlich muslimischen Süden der Philippinen. In einem Referendum hatte die Bevölkerung der Region vor einer Woche mit großer Mehrheit für die Einrichtung einer neuen Autonomieregion gestimmt.

Auf Jolo ist die militante Islamistengruppe Abu Sayyaf aktiv, die bereits mehrfach Bombenanschläge verübte. 2004 starben bei einem der Gruppe zugeschriebenen Anschlag auf eine Fähre in der Bucht von Manila 116 Menschen.

AFP