HOME

Mindestens fünf Tote bei Angriff auf Hotelkomplex in Nairobi

Bei dem von der islamistischen Shebab-Miliz reklamierten Angriff in Kenias Hauptstadt Nairobi sind mindestens fünf Menschen getötet worden.

Militärs schützen Zivilisten

Militärs schützen Zivilisten

Bei dem von der islamistischen Shebab-Miliz reklamierten Angriff in Kenias Hauptstadt Nairobi sind mindestens fünf Menschen getötet worden. Ein AFP-Fotograf sah am Dienstag auf der Terrasse eines Restaurants in dem Hotel- und Bürokomplex fünf Leichen. Unweit von der Terrasse habe eine weitere Leiche gelegen, vermutlich die eines Selbstmordattentäters. In dem Gebäudekomplex im gehobenen Stadtviertel Westlands war es am Nachmittag (Ortszeit) zu einer heftigen Explosion gekommen, gefolgt von einem mehrere Stunden andauernden Schusswechsel.

Ein hochrangiger Polizeivertreter, der als einer der ersten vor Ort war, sprach von 14 Toten. "Oben könnten noch mehr sein. Da waren 14 auf dem Boden in den Büros im Erdgeschoss und in der Eingangshalle der Restaurants", sagte der Polizist.

Kenias Polizeichef Joseph Boinnet sprach von einem "koordinierten" Angriff mit mindestens einem Selbstmordattentäter. Bei dem Angriff habe es Verletzte gegeben. "Wir sind dabei, die Zahlen zu bestätigen."

Die Lage in der Anlage, die ein Hotel, Appartements, Restaurants sowie Geschäfte und Büros auch internationaler Unternehmen umfasst, blieb zunächst unübersichtlich. Sondereinheiten der Polizei durchkämmten den Bereich weiter nach Überlebenden und möglichen Attentätern.

Die Sicherheitskräfte hätten Kenntnis von "bewaffneten Kriminellen", die sich verschanzt hätten, sagte Boinnet. "Unsere Beamten versuchen sie herauszuspülen."

Die Explosion ereignete sich um etwa 13.30 Uhr (MEZ) in dem Gebäudekomplex. Die Detonation war so stark, dass sie noch im AFP-Büro rund fünf Kilometer von der Anlage entfernt zu hören war. Panische Beschäftigte verbarrikadierten sich in ihren Büros, bis Sondereinheiten der Polizei sie nach einer Stunde in Sicherheit brachten. Vereinzelte Schüsse waren noch Stunden nach der Detonation zu hören

Die mit Al-Kaida verbundene Shebab-Miliz bekannte sich in einer kurzen Nachricht über ihr Sprachrohr Shahada zu dem Angriff, wie das in den USA beheimatete Unternehmen SITE mitteilte, das auf die Analyse islamistischer Websites spezialisiert ist.

AFP
Themen in diesem Artikel

Das könnte sie auch interessieren