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Mississippi entfernt Konföderierten-Symbolik aus seiner Fahne

Die Konföderierten-Fahne (blaues Kreuz mit Sternen auf rotem Grund)
Die Konföderierten-Fahne (blaues Kreuz mit Sternen auf rotem Grund)
© © 2020 AFP
Mississippi wird die Symbolik der einstigen Sklavenhalterstaaten der USA aus seiner Fahne entfernen. Das beschloss am Sonntag des Parlament des Bundesstaats.

Mississippi wird die Symbolik der einstigen Sklavenhalterstaaten der USA aus seiner Fahne entfernen. Das beschloss am Sonntag des Parlament des Bundesstaats. Mississippi war der letzte verbliebene Staat im Süden der USA, der noch offiziell die Symbolik der Südstaaten-Konföderation des 19. Jahrhunderts verwendete. Die Südstaaten hatten im Bürgerkrieg mit dem Norden von 1861 bis 1865 vergeblich für den Erhalt der Sklaverei gekämpft.

Der Senat von Mississippi stimmte mit 37 gegen 14 Stimmen für die Entfernung der Südstaaten-Symbolik aus der Fahne. Kurz zuvor hatte bereits das Repräsentantenhaus des Bundesstaats mit 91 gegen 23 Stimmen für diese Maßnahme gestimmt.

In die bisherige Flagge von Mississippi ist die frühere Konföderierten-Fahne mit dem sternenbesetzten blauen Kreuz auf rotem Grund integriert. Wie die neue Fahne aussehen soll, ist noch nicht geklärt. Dies soll von einem Ausschuss entschieden werden.

Senator John Horhn von der Demokratischen Partei sagte, die bloße Änderung der Fahne reiche zwar nicht aus, um die fortbestehenden Auswirkungen der rassistisch geprägten Vergangenheit zu beheben. Doch handle es sich um einen "großen Schritt" auf dem Weg zur Anerkennung der Würde aller Menschen.

Im Zuge der seit Wochen in den USA anhaltenden Proteste gegen Rassismus und Polizeigewalt hat sich auch die Debatte um den Umgang mit dem Erbe der Sklaverei verschärft. Wiederholt wurden bei den Protesten etwa die Denkmäler von Politikern und Militärs angegriffen, die mit diesem Erbe in Verbindung stehen. In der Konföderierten-Fahne sehen viele Kritiker ein eklatantes Symbol des Rassismus und der Sklaverei.

Die landesweiten Proteste gegen Rassismus waren durch den Tod des Afroamerikaners George Floyd Ende Mai bei einem brutalen Polizeieinsatz in Minneapolis im Bundesstaat Minnesota ausgelöst worden.

AFP

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