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Moskau: Waffenruhe in syrischer Provinz Idlib in Kraft getreten

In der syrischen Rebellenhochburg Idlib ist nach Angaben aus Moskau ein Waffenstillstand in Kraft getreten. Die Feuerpause gelte seit Donnerstagmittag, teilte die russische Armee mit.

Flüchtlinskinder in einem Lager in Idlib

Flüchtlinskinder in einem Lager in Idlib

In der syrischen Rebellenhochburg Idlib ist nach Angaben aus Moskau ein Waffenstillstand in Kraft getreten. Die Feuerpause gelte seit Donnerstagmittag, teilte die russische Armee mit. Sie sei im Einklang mit einer entsprechenden russisch-türkischen Vereinbarung in Kraft getreten. Am Mittwoch hatten sich Russlands Präsident Wladimir Putin und der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan in Istanbul getroffen.

Die Provinz Idlib im Nordwesten des Bürgerkriegslandes ist die letzte Rebellenhochburg in Syrien. Angesichts eines Vormarsches der Regierungstruppen sind dort unzählige Menschen auf der Flucht. Nach Angaben der Vereinten Nationen flohen allein im Dezember mehr als 280.000 Menschen vor Luftangriffen und Gefechten.

Idlib sowie Teile der angrenzenden Provinzen Hama, Aleppo und Latakia werden von dem früheren Al-Kaida-Ableger HTS und anderen islamistischen Milizen kontrolliert. Der syrische Machthaber Baschar al-Assad ist entschlossen, die Region wieder unter seine Kontrolle zu bringen. Auf Vermittlung der Türkei und Russlands war bereits im September 2018 eine Waffenruhe in Idlib vereinbart worden, im vergangenen April begannen die Regierungstruppen dort jedoch eine neue Offensive.

AFP