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Mursis Partei wirft Behörden wegen schlechter Haftbedingungen "Mord" vor

Nach dem Tod des ehemaligen ägyptischen Präsidenten Mohammed Mursi hat seine Partei den Behörden "Mord" vorgeworfen.

Mursi während seines Prozesses im April 2016

Mursi während seines Prozesses im April 2016

Nach dem Tod des ehemaligen ägyptischen Präsidenten Mohammed Mursi hat seine Partei den Behörden "Mord" vorgeworfen. Die schlechten Haftbedingungen hätten das Ziel gehabt, den Ex-Präsidenten langsam zu töten, erklärte die Partei Freiheit und Gerechtigkeit - der politische Arm der islamistischen Muslimbruderschaft. Menschenrechtsorganisationen forderten eine unabhängige Untersuchung. Mursi war am Montag während einer Gerichtsanhörung gestorben. Am Dienstagmorgen wurde er im engsten Kreis beigesetzt.

Der seit seinem Sturz 2013 inhaftierte 67-Jährige starb laut Staatsanwaltschaft während einer Gerichtsanhörung. Demnach sprach Mursi fünf Minuten lang "angeregt", bevor er in der Anklagebank umgefallen und sofort ins Krankenhaus gebracht worden sei. Dort hätten Ärzte ihn für tot erklärt. Dieser Ablauf der Ereignisse wurde in Justizkreisen bestätigt.

Das Staatsfernsehen berichtete, Mursi sei an einem Herzinfarkt gestorben. Seine Familie bestätigte seinen Tod, ohne die Ursache zu nennen. "Wir konnten ihn im Gericht nicht einmal sehen wegen der schalldichten Panzerglaswände", sagte ein anderer Verteidiger Mursis, Osama El Helw. Aber andere Angeklagte hätten "laut an das Glas geschlagen und geschrien, dass Mursi gestorben ist".

Mursis Partei sprach angesichts der schlechten Haftbedingungen Mursis von "Mord". "Sie haben ihm Medikamente vorenthalten und ihm ekelerregendes Essen gegeben", erklärte die Partei. Die grundlegenden Menschenrechte seien Mursi nicht gewährt worden.

Die Muslimbruderschaft in Jordanien machte die "Behörden des Putsches", die Mursi gestürzt hatten, für den Tod des "Märtyrers" Mursi verantwortlich. Auch der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan bezeichnete den Verstorbenen als "Märtyrer". Irans Außenministerium bezeichnete Mursis Tod als "traurig und bedauerlich".

Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International forderte eine "unabhängige, gründliche und transparente Untersuchung". Human Rights Watch (HRW) verlangte eine Untersuchung durch den UN-Menschenrechtsrat zu den "schweren Menschenrechtsverletzungen in Ägypten", darunter "weitverbreitete Misshandlungen in Gefängnissen und Mursis Tod".

Eine unabhängige britische Kommission hatte im März 2018 kritisiert, dass der an Diabetes und Nierenschwäche leidende Mann 23 Stunden am Tag in Isolationshaft sitze. "Die Verweigerung einer medizinischen Grundversorgung, auf die er Anspruch hat, könnte zu seinem vorzeitigen Tod führen", hatte der Kommissionsvorsitzende Crispin Blunt damals gewarnt.

Mursi wurde am frühen Morgen auf einem Friedhof im Stadtteil Medinat Nasr im Osten von Kairo beigesetzt. Die Polizei riegelte das Viertel ab und kontrollierte jedes Fahrzeug. Nur etwa zehn Angehörige Mursis und enge Vertraute nahmen an der Beisetzung teil, wie Abdelmoneim Abdel Maksud, einer von Mursis Anwälten, mitteilte. Das Totengebet sei im Leeman Tora Krankenhaus gesprochen worden, in dem Mursi zuvor für tot erklärt worden war.

Der mit der islamistischen Muslimbruderschaft verbundene Mursi hatte im Frühjahr 2012 die erste Präsidentschaftswahl nach dem Sturz des langjährigen ägyptischen Staatschefs Husni Mubarak gewonnen. Damit war er der erste demokratisch gewählte Präsident Ägyptens. Nach seinem Sturz im Juli 2013 ließ der damalige Armeechef und heutige Präsident Abdel Fattah al-Sisi die Proteste der Mursi-Anhänger mit aller Härte niederschlagen.

Mursi wurde inhaftiert, vor Gericht gestellt und in mehreren Prozessen zu lebenslanger Haft und weiteren langen Gefängnisstrafen verurteilt. Ihm wurde unter anderem Spionage für den Iran, Katar und die radikalislamische Palästinenserorganisation Hamas vorgeworfen. Ein gegen ihn verhängtes Todesurteil wurde wieder aufgehoben. In der ägyptischen Presse wurde über Mursis Tod nur knapp berichtet. Dass er früher Staatspräsident war, blieb unerwähnt.

AFP
kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(