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Musiker blockieren Zugang zum Verfassungsschutz in Köln

Etwa 60 Musiker haben am Montag mit ihren Instrumenten vor dem Bundesamt für Verfassungsschutz demonstriert.

Musikerinitiative demonstriert vor dem Verfassungsschutz

Musikerinitiative demonstriert vor dem Verfassungsschutz

Etwa 60 Musiker haben am Montag mit ihren Instrumenten vor dem Bundesamt für Verfassungsschutz demonstriert. Sie blockierten für mehrere Stunden den Hauptzugang zum Gebäude, wie die Kölner Polizei mitteilte. Einzelne Demonstranten seien weggetragen worden. Zudem erteilte die Polizei 22 Aktivisten Platzverweise. Ein Ermittlungsverfahren wegen Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz und des Verdachts der Nötigung wurde eingeleitet.

Hinter der Aktion steht die Initiative Lebenslaute, die jedes Jahr solche Proteste organisiert. Mit ihrer Demonstration unter dem Motto "Mit Suite und Kantate gegen den Staat im Staate - Geheimdienste abschalten" kritisierten die Musiker nach eigenen Angaben unter anderem die Rolle des Verfassungsschutzes bei der Aufklärung der Morde der rechtsextremen NSU-Zelle. "Statt des rechten Milieus wurde jahrelang das Umfeld der Opfer verdächtigt", hieß es auf der Website.

Die Initiative forderte, den Verfassungsschutz und alle Geheimdienste abzuschalten. Für Dienstag kündigte sie ein "Abschlusskonzert" am Hauptzugang zum Bundesamt für Verfassungsschutz in Köln an. Lebenslaute gibt es nach eigenen Angaben bereits seit mehr als 30 Jahren. Ähnliche Protestaktionen gab es unter anderem auch schon vor Abschiebegefängnissen, Truppenübungsplätzen oder Atomkraftwerken.

AFP

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