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Mutmaßliche Autobombe in Nordirland explodiert

In der nordirischen Stadt Londonderry ist am Samstag eine mutmaßliche Autobombe explodiert.

Von der Polizei verbreitetes Foto

Von der Polizei verbreitetes Foto

In der nordirischen Stadt Londonderry ist am Samstag eine mutmaßliche Autobombe explodiert. Die Polizei veröffentlichte im Kurzbotschaftendienst Twitter ein Foto vom Ort der Explosion vor einem Gerichtsgebäude. Wegen eines verdächtigen zweiten Fahrzeugs gebe es Evakuierungsmaßnahmen. In einer ersten Mitteilung auf Twitter hatte es geheißen: "Bishop Street gesperrt. Bleiben Sie weg. Verdacht auf eine Autobombe." Im Online-Netzwerk Facebook erklärte die Polizei, nach bisherigen Informationen sei niemand verletzt worden.

Politiker aller Fraktionen verurteilten den Vorfall. Die ehemalige Regierungschefin der Provinz Nordirland, Arlene Foster, sprach von einem "sinnlosen Terrorakt". Dieser müsse "auf das schärfste verurteilt" werden, forderte die Vorsitzende der ultrakonservativen Democratic Unionist Party (DUP). Irlands Außenminister Simon Coveney ging ebenfalls von einem "terroristischen Autobombenanschlag" aus.

Während des jahrzehntelangen blutigen Nordirland-Konflikts hatten Autobomben viele Menschen in den Tod gerissen. Irisch-katholische Nationalisten und protestantische Loyalisten hatten sich ab den 1960er Jahren bekämpft. 3500 Menschen starben. 1998 endete der Nordirland-Konflikt durch das Karfreitagsabkommen. Es sichert unter anderem eine Aufteilung der Macht zwischen Protestanten und Katholiken zu.

AFP

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