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Mutmaßliche Paketbomben sorgen in den USA für Alarm

Paketbomben-Alarm in den USA: Zwei Wochen vor den Kongresswahlen sind mutmaßliche Sprengsätze in der Post des früheren Präsidenten Barack Obama sowie von Ex-Außenministerin Hillary Clinton entdeckt

Das Time-Warner-Gebäude in New York, in dem der Sender CNN ein Büro hat

Das Time-Warner-Gebäude in New York, in dem der Sender CNN ein Büro hat

Paketbomben-Alarm in den USA: Zwei Wochen vor den Kongresswahlen sind mutmaßliche Sprengsätze in der Post des früheren Präsidenten Barack Obama sowie von Ex-Außenministerin Hillary Clinton entdeckt worden. Ein weiteres potenziell gefährliches Paket wurde an CNN geschickt. Das New Yorker Büro des Fernsehsenders, der überwiegend kritisch über Präsident Donald Trump berichtet, wurde evakuiert.

Das Weiße Haus verurteilte die "Furcht verbreitenden" und "verabscheuenswerten" Taten gegen Obama und Clinton, die den oppositionellen Demokraten angehören. Trumps Sprecherin Sarah Sanders kündigte an, dass die Verantwortlichen in vollem Umfang zur Rechenschaft gezogen werden sollten. Zu möglichen Hinweisen auf den oder die Absender der mutmaßlichen Paketbomben machten die Sicherheitsbehörden allerdings zunächst keine Angaben.

Die Sendung an CNN bestand nach Polizei-Angaben aus einer Metallröhre mit Drähten. Zum Inhalt der Sendungen an Obama und Clinton wurde hingegen zunächst nichts Genaueres bekannt.

Die verdächtigen Pakete an den früheren Präsidenten und die ehemalige Chefdiplomatin und Präsidentschaftskandidatin wurden bei routinemäßigen Kontrollen durch die Sicherheitsbehörde Secret Service entdeckt. Sie ist nicht nur für den Personenschutz von amtierenden Präsidenten, sondern auch von von früheren Präsidenten und Präsidentschaftskandidaten zuständig.

Ein Risiko, dass die mutmaßlichen Paketbomben hätten Obama oder Clinton erreichen könnten, habe nicht bestanden, hieß es in einer Mitteilung des Secret Service. Beide Sendungen wurden demnach abgefangen, ehe sie bei den Adressaten abgeliefert worden waren. Die Pakete seien sofort als "potenzielle Sprengsätze" identifiziert und dann als solche behandelt worden. Inzwischen sei eine umfassende Untersuchung geleitet worden, um den oder die Absender zu ermitteln.

Die mutmaßliche Paketbombe an Clinton wurde nach Angaben der Behörde am Dienstagabend (Ortszeit) im Landkreis Westchester bei New York entdeckt. Die frühere First Lady und Ex-Präsident Bill Clinton haben dort ihr Haus. Die potenziell gefährliche Sendung an Obama wurde den Angaben zufolge dann am folgenden Morgen entdeckt. Sie war an Obamas Haus in Washington adressiert.

Beim New Yorker CNN-Büro ging das verdächtige Paket nach Angaben des Senders hingegen ein. Die Polizei bestätigte, dass sie Einsatzkräfte - darunter Spezialisten für die Bombenentschärfung - zum Time-Warner-Gebäude im Stadtteil Manhattan entsandt habe, wo das CNN-Büro untergebracht ist.

Ein laufendes Programm der CNN-Moderatoren Poppy Harlow und Jim Sciutto wurde wegen der Evakuierung unterbrochen. Der Sender setzte sein Programm vorübergehend aus Washington fort. Wenig später ging die Übertragung aus New York mittels Einsatzes von Reportern auf der Straße weiter.

Bereits am Montag war ein mutmaßlicher Sprengsatz im Briefkasten des Milliardärs George Soros in Bedford, einem Vorort von New York, entdeckt worden. Der aus Ungarn stammende Soros ist ein Unterstützer der US-Demokraten und wird von Rechtspopulisten in den USA wie auch in seinem Herkunftsland heftig attackiert.

Trump hatte Soros kürzlich bezichtigt, Proteste gegen den neuen US-Verfassungsrichter Brett Kavanaugh finanziert zu haben. Der derzeitige Wahlkampf in den Vereinigten Staaten findet in extrem polarisierter und aufgeheizter Atmosphäre statt.

AFP

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