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Nach Anschlag von Halle Wohnung von zwei Männern in Mönchengladbach durchsucht

Nach dem Attentat von Halle haben Ermittler des nordrhein-westfälischen Landeskriminalamtes (LKA) am Mittwoch die Wohnung von zwei Männern in Mönchengladbach durchsucht.

Schild vor dem LKA in Düsseldorf

Schild vor dem LKA in Düsseldorf

Nach dem Attentat von Halle haben Ermittler des nordrhein-westfälischen Landeskriminalamtes (LKA) am Mittwoch die Wohnung von zwei Männern in Mönchengladbach durchsucht. Gegen die 26 und 28 Jahre alten Mönchengladbacher besteht der Verdacht der Volksverhetzung, wie das LKA in Düsseldorf und die Staatsanwaltschaft Mönchengladbach mitteilten. Die Männer sollen demnach "von dem Attentäter herrührende Unterlagen im Internet verbreitet" haben.

In der Wohnung sicherten die Beamten den Angaben zufolge zahlreiche elektronische Geräte und Speichermedien. Deren Auswertung sowie die weiteren Ermittlungen dauerten an, erklärten LKA und Staatsanwaltschaft.

Mit der Durchsuchung vollstreckten die Ermittler einen durch die Staatsanwaltschaft Mönchengladbach erwirkten Durchsuchungsbeschluss des Amtsgerichts. Hintergrund waren demnach Erkenntnisse aus dem beim Generalbundesanwalt geführten Verfahren zum Anschlag von Halle.

Über die Wohnungsdurchsuchung hatten zuerst WDR, NDR und "Süddeutsche Zeitung" berichtet. Bei der veröffentlichen Unterlagen soll es sich demnach um das sogenannte "Manifest" des mutmaßlichen Halle-Attentäters Stephan B. gehandelt haben. Das rund 15-seitige PDF-Dokument soll laut den Berichten sehr zeitnah zur Tat ins Internet gestellt worden sein.

B. sitzt in Untersuchungshaft. Er soll am Mittwoch vergangener Woche vergeblich versucht haben, in die Synagoge von Halle einzudringen, um aus antisemitischen und rechtsextremistischen Motiven die dort versammelten Gläubigen zu töten. Nachdem ihm das Eindringen misslang, soll er eine 40-jährige Frau und einen 20 Jahre alten Mann erschossen haben.

AFP