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Netanjahu gedenkt Israels Staatsgründung mit Friedensangebot an die Nachbarn

In Israel haben am Mittwochabend die Feierlichkeiten zum 70. Jahrestag der Staatsgründung begonnen.

Gedenken an Gefallene an Israels 70. Gründungstag

Gedenken an Gefallene an Israels 70. Gründungstag

In Israel haben am Mittwochabend die Feierlichkeiten zum 70. Jahrestag der Staatsgründung begonnen. Ministerpräsident Benjamin Netanjahu richtete bei einer Zeremonie in Jerusalem eine Friedensbotschaft an die Staaten der Region: "Unsere Hand ist in Frieden ausgestreckt für alle jene unserer Nachbarn, die den Frieden wollen", sagte er. Netanjahu sprach von einer "wirklichen Saat des Friedens", die derzeit unter einigen von Israels arabischen Nachbarn aufgehe.

Nähere Ausführungen machte der Ministerpräsident nicht. Möglicherweise spielte er auf die jüngsten versöhnlichen Töne der arabischen Regionalmacht Saudi-Arabien gegenüber Israel an. Das Königreich verfolgt traditionell eine sehr distanzierte Linie gegenüber Israel. Die Länder eint allerdings die Gegnerschaft zum Iran, den beide als wachsende Bedrohung empfinden.

Seine Rede nutzte Netanjahu zugleich für eine Warnung: "Für all unsere Feinde, die davon ausgegangen waren, dass wir ein vorübergehendes Phänomen sind, habe ich Neuigkeiten: In 70 Jahren werdet ihr ein Land vorfinden, das noch sieben Mal stärker ist als heute."

Die Feierlichkeiten zum Unabhängigkeitstag sollten an vielen Orten Israels noch die ganze Nacht über weitergehen - mit Konzerten, Tanzveranstaltungen und Feuerwerk. Sie erinnern an die Ausrufung des Staates Israel vor 70 Jahren durch David Ben-Gurion.

Dem christlichen Kalender zufolge fand die Staatsgründung am 14. Mai 1948 statt. Der in Israel gebräuliche jüdische Kalender weicht davon ab, deswegen fiel der Beginn der Feierlichkeiten auf Mittwochabend.

AFP

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