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Neue Generalsekretärin Teuteberg will FDP "vielfältiger" machen

Die neue Generalsekretärin der FDP, Linda Teuteberg, will die Partei personell breiter aufstellen.

Neue FDP-Generalsekretärin Teuteberg

Neue FDP-Generalsekretärin Teuteberg

Die neue Generalsekretärin der FDP, Linda Teuteberg, will die Partei personell breiter aufstellen. "Um mehr Menschen anzusprechen und zu erreichen, wollen wir selbst vielfältiger werden", sagte sie am Samstag auf dem Parteitag der Liberalen in Berlin. "Vor allem müssen wir das auch in unserem Reden und Handeln zeigen."

Es müsse deutlich gemacht werden, "weshalb wir die richtige Partei sind für alle Menschen - ob Hauptschüler oder Doktorandin, ob Arzt oder Pfleger, ob Gründerin oder arbeitende Mutter", forderte Teuteberg. "Hier müssen wir konkret werden." Die Liberalen seien die Partei "für alle Menschen, die sich selbst eine bessere Zukunft gestalten wollen".

In diesem Zusammenhang mahnte die aus Brandenburg stammende Teuteberg auch einen fairen Umgang mit den Ostdeutschen an. "Sonderprogramme" für Ostdeutschland, wie andere Parteien sie forderten, seien "der falsche Weg". Der Osten brauche keine "milden Gaben", sondern das Gleiche wie der Rest der Republik, nämlich "eine neue Politik". Auch eine "Ostquote" etwa für Führungsposten in Bundesbehörden, für die Linken-Politiker plädieren, lehnte Teuteberg ab.

Im Herbst stehen in drei ostdeutschen Bundesländern Landtagswahlen an. Sowohl in Teutebergs Heimatland Brandenburg als auch in Sachsen und Thüringen kämpfen die Liberalen um das Überspringen der Fünf-Prozent-Hürde. Aktuell sind sie in keinem der Landesparlamente vertreten.

Teuteberg war am Freitagabend auf dem Parteitag mit 92,8 Prozent der Stimmen zur neuen Generalsekretärin gewählt worden. Sie folgte auf Nicola Beer, die FDP-Spitzenkandidatin für die Europawahl ist und in Berlin zu einer von drei Vizevorsitzenden der Partei gewählt wurde. Auf Teutebergs Rede am Samstag reagierten die rund 660 Delegierten in Berlin mit Standing Ovations und rhythmischem Klatschen.

AFP
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