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Neuseeländische Teams planen riskante Mission in Vulkangebiet

Neuseeländische Bergungsteams planen mehrere Tage nach dem Vulkanausbruch auf der Insel White Island einen riskanten Einsatz zur Bergung von Leichen.

Der White Island Vulkan in Neuseeland nach dem Ausbruch

Der White Island Vulkan in Neuseeland nach dem Ausbruch

Neuseeländische Bergungsteams planen mehrere Tage nach dem Vulkanausbruch auf der Insel White Island einen riskanten Einsatz zur Bergung von Leichen. Trotz der Warnungen von Vulkanforschern vor einer möglichen neuen Eruption billigte die neuseeländische Polizei die Entsendung einer Bergungsmisssion, wie sie am Donnerstag mitteilte.

Die Rettungskräfte sollen bereits am Freitag in dem Vulkangebiet nach den Leichnamen suchen, wie Vize-Polizeichef John Tims mitteilte. Die Behörden gehen davon aus, dass sie aufgrund der von Drohnen und Hubschraubern kurz nach dem Ausbruch gesammelten Informationen den Ort von zumindest einigen der sterblichen Überreste kennen.

Noch kurz vor der jetzigen Ankündigung der Bergungsmission hatte Polizeiminister Stuart Nash in einem Radiointerview gesagt: "Es wäre Wahnsinn, Männer und Frauen nach White Island zu schicken, wenn es dort nicht sicher für sie ist." Allerdings war zuletzt von Seiten von Angehörigen der Druck auf die Behörden gewachsen, mit der Suche auf der Insel zu beginnen.

Die Zahl der von dem Vulkanausbruch verursachten Todesopfer stieg unterdessen auf mindestens acht. Zwei Menschen erlagen nach Polizei-Angaben im Krankenhaus ihren Verletzungen. Mehrere Menschen schwebten zudem mit schwersten Verbrennungen weiter in Lebensgefahr. Die Behörden vermuteten, dass es auf White Island mindestens acht weitere bislang ungeborgene Todesopfer gibt.

Zum Zeitpunkt der Eruption des auch unter dem Namen Whaakari bekannten White Island Vulkans am Montag hielten sich 47 Menschen auf der Insel auf. Darunter waren vier Deutsche, die nach Angaben des Auswärtigen Amts in Berlin Verletzungen davon trugen. Die anderen Ausflugstouristen und Reiseleiter kamen aus Australien, den USA, Großbritannien, China, Malaysia und Neuseeland.

AFP