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Niedersachsens CDU-Spitzenkandidat Althusmann sieht Wahlumfragen "sehr gelassen"

Knapp eine Woche vor der Landtagswahl in Niedersachsen sieht CDU-Spitzenkandidat Bernd Althusmann "sehr gelassen" auf das Umfragen zufolge zu erwartende Kopf-an-Kopfrennen seiner Partei mit der SPD.

Bernd Althusmann

Bernd Althusmann

Knapp eine Woche vor der Landtagswahl in Niedersachsen sieht -Spitzenkandidat Bernd Althusmann "sehr gelassen" auf das Umfragen zufolge zu erwartende Kopf-an-Kopfrennen seiner Partei mit der SPD. Es sei "allen Beteiligten" klar, dass es in dem Bundesland wie in anderen auch am Ende knapp werde, sagte er am Freitag im ARD-"Morgenmagazin". Er erwarte dies seit Monaten.

Ministerpräsident und SPD-Spitzenkandidat Stephan Weil schloss eine Dreierkoalition mit Grünen und Linken nach der Wahl derweil weiterhin nicht prinzipiell aus. Er leide nicht unter "Auschließeritis", sagte er der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Er sehe aber seinen "politische Ehrgeiz darin, dass die Linke nicht in den niedersächsischen Landtag kommt". Dies sei das "glatte Gegenteil von Rot-Rot-Grün".

Die Linkspartei, die derzeit nicht im niedersächsischen Landtag vertreten ist, liegt in den Umfragen bei etwa fünf Prozent. Ihr Einzug ins Parlament ist daher unsicher. und CDU liegen darin übereinstimmend etwa gleichauf bei Anfang 30 Prozent.

In einer am Freitag veröffentlichten der Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen für das ZDF kamen die beiden großen Parteien auf je 33 Prozent, die FDP auf zehn Prozent. Die Grünen erreichten neun Prozent, die AfD sieben Prozent und die Linke fünf Prozent.

Rechnerisch gäbe es demnach Mehrheiten für eine große Koalition, ein Jamaika-Bündnis aus CDU, Grünen und sowie eine Ampelkoalition aus SPD, FDP und Grünen. Für Rot-Rot-Grün würde es aber ebenso wenig reichen wie für die Neuauflage der jetzigen rot-grünen Koalition.

In einer am Donnerstag veröffentlichten Umfrage von Infratest dimap für die ARD lagen SPD und CDU in etwa gleichauf bei je 34 Prozent. Die Grünen kamen darin auf achteinhalb Prozent. FDP und AfD erreichten acht Prozent, die Linke viereinhalb Prozent.

In Niedersachsen wird am Sonntag kommender Woche ein neuer Landtag gewählt. Die Wahl wurde vorgezogen, weil die Abgeordnete Elke Twesten Anfang August von den Grünen zur CDU gewechselt war und die rot-grüne Koalition unter Weil damit ihre Mehrheit verlor. Eigentlich hätte erst im Januar gewählt werden sollen.

Für die ZDF-Umfrage waren von Montag bis Donnerstag rund 1080 repräsentativ ausgewählte Wahlberechtigte aus Niedersachsen interviewt worden. Umfragen haben Fehlerbereiche. Bei einem Anteilswert von zehn Prozent liegt dieser in diesem Fall bei plus beziehungsweise minus zwei Prozentpunkten. Bei einem Anteilswert von 40 Prozent sind es laut ZDF drei Prozentpunkte.

AFP