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OECD senkt Wachtsumsprognose für Weltwirtschaft und Deutschland deutlich

Angesichts eines drohenden Brexit ohne Abkommen und anhaltender Handelskonflikte hat die OECD ihre Wachstumsprognose für die Weltwirtschaft und besonders für Deutschland erneut gesenkt.

OECD senkt Wachstumsprognose

OECD senkt Wachstumsprognose

Angesichts eines drohenden Brexit ohne Abkommen und anhaltender Handelskonflikte hat die OECD ihre Wachstumsprognose für die Weltwirtschaft und besonders für Deutschland erneut gesenkt. Global rechnet die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) für dieses Jahr nur noch mit einem Wachstum von 3,3 Prozent. Im November war sie noch von 3,5 Prozent ausgegangen. Die Prognose für das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) senkte die OECD in ihrem neuen Ausblick von 1,4 auf nur noch 0,7 Prozent.

Für Italien sagte die Organisation am Mittwoch sogar eine Rezession voraus: Statt 0,9 Prozent Wachstum erwartet sie für 2019 jetzt einen Einbruch von minus 0,2 Prozent. Die OECD machte in ihrem aktuellen Wirtschaftsausblick eine "hohe politische Unsicherheit, anhaltende Handelsspannungen und eine weitere Erosion des Unternehmens- und Verbrauchervertrauens" für die erwartete Entwicklung verantwortlich.

Für die Gruppe der Euroländer senkte die OECD ihren Ausblick von 1,8 auf nur noch ein Prozent Wachstum - angetrieben durch die Entwicklung in der Bundesrepublik und in Italien. Zudem warnte die Organisation deutlich vor einem harten Brexit, also einem EU-Austritt Großbritanniens ohne ein Abkommen über die künftigen Beziehungen. Für das Königreich sagte die OECD ein Wachstum von 0,8 statt zuvor 1,4 Prozent voraus - und selbst das nur unter der Annahme eines einigermaßen reibungslosen Brexit.

Nicht zuletzt verwies die OECD auf die anhaltenden Handelskonflikte, vor allem zwischen den USA und China. Diese bremsten "Wachstum, Investitionen und den Lebensstandard vor allem für Haushalte mit einem geringeren Einkommen". Regierungen weltweit müssten nun ihre "multilateralen Gespräche vertiefen" und sich koordinieren, um Risiken einzudämmen und eine weitere Schwächung der globalen Konjunktur zu verhindern, lautet die Empfehlung der OECD.

AFP