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Ölförderländer einigen sich auf deutliche Produktionssenkung im November

Anlage auf Ölfeld im Irak
Anlage auf Ölfeld im Irak
© AFP
Die in der Opec+-Gruppe vereinten Öl exportierenden Länder haben sich auf eine deutliche Produktionssenkung im November geeinigt. Die Förderung werde um zwei Millionen Barrel pro Tag reduziert, teilte die Opec+ am Mittwoch mit. Damit will das Bündnis den Preis stützen. Es ist die stärkste Senkung seit 2020 zu Beginn der Corona-Krise. 

Der Ölpreis war zu Beginn des Ukraine-Kriegs stark gestiegen und hatte fast 140 Dollar (Euro) pro Barrel (159 Liter) erreicht. Seitdem sank er wieder; aktuell schwankt er für die Nordseesorte Brent und die US-Referenzsorte WTI um die 90 Dollar. 

Die Opec+-Gruppe besteht aus den Opec-Ländern unter Führung von Saudi-Arabien sowie zehn weiteren Partnerländern, allen voran Russland. Sie hatten die Förderung bereits von Anfang Oktober an gekürzt, allerdings nur leicht um 100.000 Barrel pro Tag.

Die USA reagierten am Mittwoch verärgert auf die nun angekündigte deutliche Produktionssenkung. "Der Präsident ist enttäuscht über die kurzsichtige Entscheidung der Opec+", erklärten der Nationale Sicherheitsberater von US-Präsident Joe Biden, Jake Sullivan, und Bidens wirtschaftspolitischer Berater Brian Deese. 

Die Produktionssenkung werde Länder treffen, die angesichts hoher Erdölpreise bereits "taumeln" würden. Außerdem habe die Weltwirtschaft mit den "anhaltenden negativen Auswirkungen" des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine zu kämpfen. Bidens Sprecherin Karine Jean-Pierre warf der OPEC+-Gruppe sogar vor, sich "nach Russland auszurichten".

Die hohen Erdölpreise haben in den USA zu hohen Benzinpreisen geführt, die mitverantwortlich für die hohe Inflation in dem Land sind. Dies schadet Biden und seiner Demokratischen Partei vor den Kongresswahlen im November.

AFP

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