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Oktoberfest findet laut Wiesn-Chef Baumgärtner definitiv statt

Aufbau des Oktoberfests 2022 auf der Theresienwiese
Aufbau des Oktoberfests 2022 auf der Theresienwiese
© AFP
Trotz der für den Herbst erwarteten Zuspitzung der Coronalage soll das Münchner Oktoberfest wie geplant stattfinden. "Die Wiesn findet statt", sagte Wiesn-Chef Clemens Baumgärtner (CSU) am Donnerstag in München vor Journalisten. Mit dieser klaren Feststellung sollten alle Missverständnisse ausgeräumt sein, sagte Baumgärtner zu Spekulationen, womöglich könne es doch noch zu einer Absage kommen.

Baumgärtner sagte, das von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach verfasste neue Infektionsschutzgesetz gestatte ausdrücklich Volksfeste. Damit könne auch die Wiesn stattfinden. Warnungen, diese könne ein sogenanntes Superspreader-Event werden, wies er zurück. Es sei möglich, in große Konzerte, volle Fußballstadien, Theater oder sonstige Veranstaltungen mit vielen Menschen zu gehen. Damit stehe auch dem Oktoberfest nichts entgegen.

Das Oktoberfest ist das größte Volksfest der Welt, wegen der Corona-Pandemie fiel es in den vergangenen beiden Jahren aus. Baumgärtner sagte, es gebe ein "schwieriges Umfeld" des Volksfests mit Corona, hoher Inflation, dem Krieg in der Ukraine und der Energiekrise. "Trotzdem haben wir als Stadt uns entschieden, die Wiesn stattfinden zu lassen."

Baumgärtner sagte, trotz der deutlich steigenden Inflation würden die Bierpreise nicht nachträglich angehoben. Die im Juni veröffentlichten Preise liegen mit um die 13 Euro je Maß Bier allerdings um fast 16 Prozent höher als beim jüngsten Fest 2019.

Der CSU-Stadtrat wies auch Vorwürfe der Energieverschwendung durch das Volksfest zurück. Der Stromverbrauch des vom 17. September bis zum 3. Oktober dauernden Fests betrage 0,6 Promille des Jahresverbrauchs Münchens, der Gasverbrauch 0,1 Promille.

Vor der Coronapandemie kamen jährlich gut sechs Millionen Menschen zum Oktoberfest. Jeder Besucher gibt im Schnitt über 70 Euro aus. Mit Taxifahrten oder Übernachtungen ist das Oktoberfest damit ein Milliardengeschäft.

Das Oktoberfest wird geprägt von der Brauereistraße mit 17 großen Festzelten, die insgesamt 120.000 Sitzplätze haben, und der Schaustellerstraße mit Fahrgeschäften. Insgesamt ließ die Stadt 145 gastronomische Betriebe und 180 Schaustellergeschäfte zu.

Parallel zum eigentlichen Oktoberfest findet auch wieder die Oide Wiesn statt, die eine Art nostalgisches Oktoberfest mit historischen Fahrgeschäften wie einem Kettenflieger von 1919 oder dem 50er-Jahre-Klassiker "Calypso" ist. Um auf das Gelände zu kommen, ist ein Eintritt von vier Euro fällig, dafür kosten die Fahrgeschäfte lediglich einen Euro. Auch auf der Oidn Wiesn gibt es Festzelte.

AFP

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