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Opfervertreter fordern von Bischöfen klare Schritte zur Missbrauchsaufarbeitung

Vor einer Vollversammlung der katholischen deutschen Bischofskonferenz hat die Initiative Eckiger Tisch von den Bischöfen weitere Schritte bei der Aufarbeitung des Missbrauchsskandals der Kirche

Gottesdienst bei Herbstvollversammlung der Bischofskonferenz

Gottesdienst bei Herbstvollversammlung der Bischofskonferenz

Vor einer Vollversammlung der katholischen deutschen Bischofskonferenz hat die Initiative Eckiger Tisch von den Bischöfen weitere Schritte bei der Aufarbeitung des Missbrauchsskandals der Kirche gefordert. "Es braucht klare Schritte hin zu einer unabhängigen Aufarbeitung in den Bistümern und einer angemessenen Entschädigung für die Opfer", erklärte die Betroffeneninitiative am Montag. Sie erwarteten, dass die Bischöfe ihren Ankündigungen jetzt Taten folgen ließen.

Die Bischöfe kommen am Montagnachmittag zu ihrer viertägigen Frühjahrsvollversammlung in Lingen im Emsland zusammen. Die 66 Bischöfe wollen unter Leitung ihres Vorsitzenden, Kardinal Reinhard Marx, sowohl über die Aufarbeitung als auch die Prävention von Missbrauch beraten.

Ende Februar endete unter Leitung von Papst Franziskus ein internationaler Krisengipfel. Opfervertreter zeigten sich von den Ergebnissen allerdings enttäuscht. Die wie viele andere katholische Landeskirchen von tausenden Fällen sexuellen Kindesmissbrauchs erschütterte katholische Kirche in Deutschland hatte im vergangenen Jahr eine umfassende Studie vorgelegt, aus der die nötigen praktischen Konsequenzen weiter diskutiert werden.

AFP