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Pakistans Ex-Präsident Pervez Musharraf in Abwesenheit zum Tode verurteilt

Pakistans Ex-Militärmachthaber Pervez Musharraf ist am Dienstag laut Berichten von Staatsmedien in Abwesenheit wegen "Hochverrats" zum Tode verurteilt worden.

Pervez Musharraf im Juni 2014

Pervez Musharraf im Juni 2014

Pakistans Ex-Militärmachthaber Pervez Musharraf ist am Dienstag laut Berichten von Staatsmedien in Abwesenheit wegen "Hochverrats" zum Tode verurteilt worden. Ein Sondergericht in Islamabad habe die Strafe gegen Musharraf verhängt, berichtete Radio Pakistan im Kurzbotschaftendienst Twitter. Nach Angaben von Musharrafs Anwalt Akhtar Shah wurde Musharraf wegen der Verhängung des Ausnahmezustands im November 2007 verurteilt. Shah erklärte, Musharraf habe "nichts falsch gemacht".

Musharraf hatte im Oktober 1999 den damaligen Premierminister Nawaz Sharif mit einem unblutigen Militärputsch abgesetzt und selbst die Macht übernommen. Mit den Jahren mehrten sich jedoch die Konflikte mit Justiz und Opposition. Im Zuge der Krise setzte er im November 2007 die Verfassung außer Kraft, löste das Parlament auf und entließ die obersten Richter.

Letztlich lösten diese Schritte eine Protestwelle aus, die ihn im August 2008 zum Rücktritt zwang. Nach seiner Absetzung ging Musharraf mehrere Jahre ins Exil, kehrte im März 2013 aber zurück, um bei der Parlamentswahl anzutreten. Ihm wurde jedoch eine Kandidatur untersagt. Zudem wurde ein Ausreiseverbot gegen ihn verhängt. Nach dessen Aufhebung setzte er sich 2016 nach Dubai ab.

AFP