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Palästinenserpräsident Abbas entschuldigt sich für jüngste Äußerungen über Juden

Palästinenserpräsident Mahmud Abbas hat sich für seine weltweit als antisemitisch verurteilten jüngsten Äußerungen über Juden entschuldigt.

Palästinenserpräsident Mahmud Abbas

Palästinenserpräsident Mahmud Abbas

Palästinenserpräsident Mahmud Abbas hat sich für seine weltweit als antisemitisch verurteilten jüngsten Äußerungen über Juden entschuldigt. Er verurteile den Holocaust und "Antisemitismus in all' seinen Formen", erklärte Abbas am Freitag in Ramallah. Zuvor hatte er in einer Rede am Montag nahegelegt, dass die jahrhundertelange Judenfeindlichkeit und somit auch der Holocaust mit Beziehungen der Juden zum Bankwesen zu tun habe. Die Aussagen hatten weltweit Empörung ausgelöst.

Wenn seine Äußerungen Menschen beleidigt hätten, "speziell Menschen jüdischen Glaubens, entschuldige ich mich bei ihnen", hieß es einer von Abbas veröffentlichten Mitteilung. Er bekräftigte seinen "uneingeschränkten Respekt gegenüber der jüdischen Religion sowie gegenüber allen monotheistischen Religionen". Abbas nannte den Holocaust "das abscheulichste Verbrechen der Geschichte" und drückte Mitgefühl für die Opfer aus.

Israels Verteidigungsminister Avigdor Lieberman lehnte die Entschuldigung des Palästinenserpräsidenten im Kurzbotschaftendienst Twitter ab. Abbas sei ein "Holocaust-Leugner, der eine Dissertation über die Leugnung des Holocaust geschrieben hat, dann ein Buch über die Leugnung des Holocaust", twitterte Lieberman mit Verweis auf frühere Schriften, die Abbas schon in der Vergangenheit den Vorwurf des Antisemitismus beschert hatten. "Die Entschuldigungen werden nicht angenommen", schloss der israelische Minister.

In seiner Rede vor dem Palästinensischen Nationalrat hatte der 82-Jährige am Montag unter anderem behauptet, dass es "Judenfeindlichkeit nicht wegen ihrer Religion, sondern eher wegen ihrer sozialen Funktion" gebe, und fügte hinzu, es sei an dieser Stelle "deren soziale Funktion im Zusammenhang mit Banken und Zinsen" gemeint.

Die Äußerungen hatten weltweit für Empörung gesorgt. Neben Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu protestierten auch die USA, Deutschland, die EU und die UNO gegen die Aussagen des Palästinenserpräsidenten.

Unabhängig von der internationalen Verurteilung wurde Abbas am Freitag als Vorsitzender des Exekutivkomitees der Palästinensischen Befreiungsorganisation (PLO) wiedergewählt. Der Nationalrat in Ramallah bestätigte ihn einstimmig im Amt. Der Nationalrat, das Parlament der PLO, war am Montag erstmals seit Jahren zu dreitägigen Beratungen zusammengetreten. Zuletzt hatte das PLO-Parlament 1996 regulär getagt, 2009 gab es eine Sondersitzung.

AFP

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