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Papst befürchtet "Blutbad" in Venezuela

Papst Franziskus befürchtet ein "Blutbad" im Krisenstaat Venezuela: "Das Problem mit der Gewalt erschreckt mich", sagte der Pontifex am Montag an Bord eines Flugzeuges auf dem Rückflug vom

Papst Franziskus im Flugzeug auf dem Rückflug von Panama

Papst Franziskus im Flugzeug auf dem Rückflug von Panama

Papst Franziskus befürchtet ein "Blutbad" im Krisenstaat Venezuela: "Das Problem mit der Gewalt erschreckt mich", sagte der Pontifex am Montag an Bord eines Flugzeuges auf dem Rückflug vom Weltjugendtag in Panama. Vor dem Abflug hatte das aus Argentinien stammende Oberhaupt der Katholiken eine "gerechte und friedliche" Lösung des Konflikts in Venezuela gefordert.

Venezuelas umstrittener Staatschef Nicolás Maduro und der Oppositionsführer Juan Guaidó liefern sich einen Machtkampf, seit Guaidó sich am Mittwoch selbst zum Interimspräsidenten ernannt hat. Eine Lösung des Konflikts ist derzeit nicht in Sicht.

Zwar haben sich die USA, Kanada und eine Reihe weiterer Staaten hinter Guaidó gestellt. Allerdings kann Maduro bislang offenbar auf die Unterstützung der venezolanischen Armee bauen. Auch China und Russland stehen weiter zu dem linksnationalen Präsidenten. Mehrere EU-Staaten, darunter Deutschland, haben Maduro eine Frist bis zum 3. Februar gesetzt, um Neuwahlen auszurufen. Andernfalls wollen auch sie Guaidó anerkennen.

Die Lage in Venezuela hatte sich seit einem gescheiterten Aufstand von Nationalgardisten am Montag vergangener Woche kontinuierlich verschärft. Bei Protesten gegen Maduro und Unruhen wurden laut der Nichtregierungsorganisation Beobachtungsstelle für soziale Konflikte 26 Menschen getötet. Mehr als 350 Menschen wurden zudem festgenommen.

Franziskus bemüht sich in dem Konflikt um Neutralität, obwohl die Kirche in Venezuela zu den größten Kritikern der sozialistischen Regierung zählt.

AFP