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Papst begeht Kreuzwegprozession wegen Corona-Krise auf menschenleerem Petersplatz

Papst Franziskus
Papst Franziskus
© © 2020 AFP
Papst Franziskus hat wegen der Coronavirus-Pandemie die traditionelle Kreuzwegprozession am Karfreitag auf dem nahezu menschenleeren Petersplatz im Vatikan begangen.

Papst Franziskus hat wegen der Coronavirus-Pandemie die traditionelle Kreuzwegprozession am Karfreitag auf dem nahezu menschenleeren Petersplatz im Vatikan begangen. An der Prozession nehmen sonst tausende Pilger am Kolosseum teil, diesmal fand sie auf den Stufen des Petersdoms statt. Der Pontifex wurde nur von fünf Gefängnisinsassen der schwer von der Pandemie betroffenen norditalienischen Stadt Padua und fünf Ärzten und Krankenschwestern des Vatikans begleitet.

Mit der Anwesenheit der Pflegekräfte sollte den Opfern der Pandemie, die in Italien fast 19.000 Menschenleben forderte, Tribut gezollt werden. Die Kreuzweg-Meditationen wurden in diesem Jahr unter anderem von Häftlingen, einem Richter sowie von Eltern verfasst, deren Tochter ermordet wurde. Wie bei allen Feierlichkeiten mussten sich die Gläubigen in diesem Jahr mit Liveübertragungen im Internet und im Rundfunk begnügen.

Zuvor hatte Franziskus die im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie gestorbenen Pflegekräfte mit Soldaten im Krieg verglichen. Die in Ausübung ihrer Tätigkeit gestorbenen "Ärzte, Pfleger, Pflegerinnen, Ordensschwestern und Priester" seien "gefallen wie Soldaten an der Front", sagte er in einer Live-Sendung im italienischen Fernsehen. "Sie haben ihr Leben aus Liebe gegeben."

Der Papst rief während einer Sondersendung zum Karfreitag beim Sender Rai1 an. Am frühen Abend hatte Franziskus das Passionsamt im menschenleeren Petersdom gefeiert. Wegen der Corona-Pandemie begeht der Papst die Osterfeierlichkeiten in diesem Jahr weitgehend unter Ausschluss der Öffentlichkeit.

AFP

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