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Papst Franziskus beginnt einwöchige Afrikareise mit Besuch in Mosambik

Papst Franziskus ist am Mittwoch zu einer einwöchigen Afrikareise aufgebrochen. Diese führt ihn zuerst nach Mosambik im Südosten Afrikas.

Papst Franziskus am Flughafen Fiumcino in Rom

Papst Franziskus am Flughafen Fiumcino in Rom

Papst Franziskus ist am Mittwoch zu einer einwöchigen Afrikareise aufgebrochen. Diese führt ihn zuerst nach Mosambik im Südosten Afrikas. Anschließend wird das katholische Kirchenoberhaupt nach Madagaskar und Mauritius im Indischen Ozean weiterreisen. Franziskus sollte am frühen Abend in Mosambiks Hauptstadt Maputo von Präsident Filipe Nyusi empfangen werden.

In Mosambik stehen für den Papst die Themen "Frieden" und "Bewahrung des Planeten" im Vordergrund sowie der "Verzicht auf Waffen", wie die Nummer zwei des Vatikans, der italienische Kardinal Pietro Parolin, mitteilte. Der Besuch in Mosambik folgt einen Monat nach der Unterzeichnung eines historischen Friedensvertrags zwischen der Regierung und den Renamo-Rebellen, die zur wichtigsten Oppositionspartei des Landes geworden sind. Im Oktober stehen Wahlen an.

Mit dem Abkommen endete ein jahrelanger Verhandlungsprozess zwischen den beiden Konfliktparteien. Renamo hatte von 1976 bis 1992 gegen die Regierung der früheren portugiesischen Kolonie gekämpft. In dem Bürgerkrieg wurden eine Million Menschen getötet. 2013 griffen die Renamo-Kämpfer wieder zu den Waffen, 2016 wurden Friedensgespräche aufgenommen.

Den Großteil seiner Reise wird der Papst in Madagaskar verbringen, einem der ärmsten Länder der Welt, wo drei Viertel der Bevölkerung von weniger als zwei Dollar am Tag leben. In dem christlich geprägten Inselstaat wird der Besuch von Franziskus mit Spannung erwartet.

Der Papst wird seine Reise mit einem kurzen Besuch in Mauritius beenden. Die östlich von Madagaskar gelegene Insel im Indischen Ozean gehört zu den wenigen stabilen Demokratien in Afrika. Die kleine Republik ist stolz auf ihre ethnische Vielfalt; in dem Land leben eine hinduistische Mehrheit sowie eine große christliche und muslimische Minderheit friedlich miteinander.

Johannes Paul II. besuchte die drei Länder vor etwa dreißig Jahren. Für Franziskus ist es seine 31. Auslandsreise, an deren Ende er insgesamt 49 Länder besucht haben wird.

AFP