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Papst in Hiroshima: Nutzung von Atomwaffen ist ein "Verbrechen"

Papst Franziskus bei seinem Besuch in Hiroshima
Papst Franziskus bei seinem Besuch in Hiroshima
© © 2019 AFP
Bei seinem Besuch des Friedensdenkmals im japanischen Hiroshima hat Papst Franziskus den Einsatz von Atomwaffen erneut aufs Schärfste verurteilt.

Bei seinem Besuch des Friedensdenkmals im japanischen Hiroshima hat Papst Franziskus den Einsatz von Atomwaffen erneut aufs Schärfste verurteilt. "Die Nutzung der Atomenergie für militärische Zwecke ist heute mehr denn je ein Verbrechen - nicht nur gegen den Menschen und seine Würde, sondern auch gegen jede Möglichkeit einer Zukunft in unserem gemeinsamen Haus", sagte das Oberhaupt der katholischen Kirche am Sonntag beim Gedenken an den Atombombenabwurf auf Hiroshima im August 1945.

Damals sei innerhalb kürzester Zeit "alles von einem schwarzen Loch der Zerstörung und des Todes verschlungen" worden. "Aus diesem Abgrund des Schweigens hören wir auch heute noch die Schreie derer, die nicht mehr da sind", sagte Franziskus bei seinem Treffen mit Überlebenden des Angriffs.

Durch eine US-Atombombe waren 1945 mindestens 140.000 Menschen in Hiroshima getötet worden. Franziskus hatte am Sonntag wenige Stunden zuvor bereits die Stadt Nagasaki besucht, wo drei Tage nach dem Angriff auf Hiroshima mindestens 74.000 Menschen bei einem weiteren Atombombenabwurf starben.

Für Montag sind im Zuge der Japan-Reise des Papstes unter anderem ein Gespräch in Tokio mit Überlebenden der Tsunami-Katastrophe von 2011 und ein Treffen mit Japans neuem Kaiser Naruhito geplant.

AFP

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